Gelüste

Brücke und Tafelrunde

Waiting

An der Wand ein Bild das eine Sehnsucht trägt: Abflug. Pronto. Oneway: Mehr von diesen Momenten, die Brücke sind und Tafelrunde. Die es faustdick hinter den Ohren haben und im Schoß ein Wunder, das noch geboren werden möchte.

Die Perspektiven verzerrt, der Atem außer Puste und du im Wald nebenan: Barfuß Blickachsenbeete anlegend, dekorierst du deinen Vormittag, ich plane den Abend danach, nur, wo wir uns begegnen, steht noch nicht fest. Ich möchte dich ohne und mit und über alles drüber, sternsingende Zukunft, sei mir, stocknüchterne Gegenwart und legendenbildendes Moos zu meinen Füßen. Du willst das Rot der Wangen bei Heimkehr abrufbereit, den Ruf dreistimmig und die Stimme nie heiser.

Amen, sag, und halte den Blick, auch wenn keiner da, der fängt. Es ist Anfang und Ende und Kreuz des Südens am Himmel, den du dir übers Bett gehängt hast, bevor du die Decke zurückgeschlagen. Auf Los und dann Achtung, es wird ein Leben auf einmal, ein ganzes Meer werden, mit Wellenschlag, Küstennebel und Landungsbrückenfrühstück.

Gelage

Spieglein, Spieglein

mirror and parking cars

In den Abend legst du was dir heilig: Den Schmerz und das Schweigen, die Wut auch und den stillen Hohn. Die Strasse atmet schon ruhiger, der Samstag wäre fast geschafft, es bleiben Stunden, die du ausgebreitet, angebrochen und wieder zusammengefaltet hattest.

Feierabend würde ihm nicht gerecht, der da schon in den Knien Flirtversuche startet, den Sommerling auf halb Acht und das Wasser mit im Boot. Gerudert nicht geschwommen mag da noch als Devise gelten, während wir schon am Strassenrand, das Gewitter zwischen zwei Autos geparkt und das Gerede hinter uns.

Schweigen auf Eis und dreimal den Sunset zum Mitnehmen, lacht dein Mundwinkel sanbitterst und reibt den Trüffel quer über die Nudeln. Wer heute blond, macht mirgen den Abwasch, aber zwischendurch steht alles auf #liegenlassen.