Generika

Auf den Punkt

Eigentlich jetzt und hier das große Ganze in Worte, die nächsten Schritte in einen Plan, ein Ziel ins Auge fassen, die Welt retten. Dich. Auch mich.

Eigentlich jetzt gerade den Bauch einziehen, die Contenance bewahren, nach vorne schauen. Eindrücke schinden. Auftauchen. Einparken. Wachsen. Am besten über mich hinaus.

Eigentlich jetzt gerade die To Do-Liste zerlegen. Delegieren. Lösungsansätze sondieren, die Scherben einsammeln und neue Wege bereiten. Synergien bereitstellen. Antworten zurechtlegen. Anpacken.

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Eigentlich gerade aber Widerspruch aus- und das Ich hochhalten. Träume in Wirklichkeiten zerlegen. Das Selbst in die Wirklichkeit überführen. Laut sein. Nein sagen. Und wo es lang gehen könnte.

Eigentlich jetzt sogar hinlegen. Alle Verantwortung abgeben. Mich klein machen und flach, den Scherben aus dem Weg gehen, Fragen stellen und Lösungen einfordern. Asap.

Eigentlich jetzt gerade die Augen schließen. Aussteigen. Eingraben. Ins Kissen schmiegen.

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Am allerliebsten aber jetzt mich in dich eingraben. Mein Ich umarmen. Keine Fragen mehr haben, den Wagen vorfahren und Ja sagen zur Welt. Zu dir. Zu mir.

Eigentlich gerade mich rund fühlen. Satt. Den Deckel aufmachen und die Scherben liegen lassen. Schäumen. Strahlen. Tanzen. Stille.

Eigentlich am liebsten jetzt auf den Punkt gebracht werden von dir. Keine Klammern nötig haben. Kein Komma. Standing Vibrations.

Gelüste

Der nächste Absatz

Ein Wort hast du mir mitgegeben in diese Nacht, die nicht beginnen will, ehe der Vorhang fällt, den ich absichtlich zu Seite schiebe bis der Blick hinter den Horizont fällt, da wo du einen Strand versteckt hast, den ich erst finde, als ich das Wort ausspreche, vorsichtig zischen zwei Lippen und ein Glas Gin geträufelt, das Eis mit der Zunge beiseite schiebend, so dass erste Konsonanten sich die Ehre geben, eine Silbe zu formen, die dich zum Lächeln bringt: Enchantée, my dear, der nächste Absatz ist dein!

In Paris brennen Autos und im Hotel nichtmal der Ofen, den ich auf Kachel gesetzt, sagst du so leise wie möglich und weist mein Ohr damit an deine Schulter, den Bogen schlagend, den dein Herz als Kurve interpretierend zur Schnellwahltaste kürt und asap den Nachtisch bestellt: Zwei Mal den Ausblick ans Meer und die Landung in deinen Armen bitte, kein Rückticket vonnöten, dafür das Fingerspitzengefühl auf einem Extra-Teller und ohne Realitätsbezug, zwei Kissen und die Leselampe und Frühstück für drei. Mindestens.