Gedanken

Als wir flogen trug uns der Himnel

Als wir flogen, trug uns der Himmel, der seinen Wolken Genderneutralität versprochen hatte, und dann doch ausschließlich Cumulus in den Vorstand berief. Als wir rannten, schob uns der Wind, immer eine Bö vor und zwei über Bord. Als wir träumten, mit geschlossenen Augen, nährte uns der Schlaf. Als wir schließlich stehen blieben, lief das Leben eine Runde vor.

Lass mich deine Hutkrempe gerade bügeln, machtest du mir ein Angebot, das ich nicht nicht annehmen konnte. Es saß, sah und besiegte mich. Mit einem Lächeln versuchte ich das Gesicht zu wahren, mit dem du mich kennengelernt hattest. Die Augen verrieten mich zuerst, die Mundwinkel folgten und dann war irgendwann jede Falte im Bilde, das an der Wand hängen würde, wenn wir beide schachmatt mindestend und keine Dame mehr auf der Hand.

Als wir applaudierten, fiel der Vorhang aus allen Wolken. Als wir schwiegen,lebte der Wind auf und erzählte seine Geschichte. Als wir zurückblickten, nahm das Land die Zukunft gerade auf den Schoß. Als wir schließlich lächelten, wogte das Meer zustimmend und spülte die Sorgen zurück auf See.

Sechster Stock bitte, und damit mehr als genug für einen Elevator Pitch und drei Atemzüge auf deiner Haut, bevor die Tür wieder aufgeht und das Leben weiter.

Gedanken

Wer begräbt meine Hoffnung?

20211002_191457-01

Wo stellt das Dunkel sein Licht unter den Scheffel?
Wer nimmt den Farben ihren Kraft?
Wann sucht die Ruhe das Weite?
Wen nimmt der Schatten in den Fokus?

Wo darf das Leichte schwer werden?
Wann wagt sich einer, nicht nur zu- sondern auch aufzugeben?
Wo wagt die Stille ihren ersten Schrei?
Wen hat die Wand im Rücken?

Wann wird das Grün erwachsen?
Welche Form findet die Funktion schön?
Wie rund kann man mit Ecken & Kanten werden?
Wann fällt auf, dass nichts fehlt?

Wer wirft den ersten Stein?
Was steht drauf, wenn er auf dem Grab meiner Hoffnung zu liegen kommt?
Wann mögen die Spiele beginnen?

Wo schließt sich der Kreis?