Gelüste

Nümmerchen


keine nümmerchen ziehen, nichts regeln wollen, nicht mehr durchhalten. bis. stattdessen den kopf öfter mal in den nacken legen, das ziel aus den augen verlieren, den mund dreimal hintereinander zu voll nehmen, und den löffel auch.

den boden links liegen lassen und die wand einfach mal hochlaufen, ja, eine weile an der decke kleben. den wundern beine machen, lange, kräftige schenkel und verschorfte knie und den sorgen homeoffice verordnen, und erdbeeren mit mayo.

dem mut eine schwebebahn unterjubeln, der ausdauer schwimmflügelchen andichten, schweinchenrosa. den tag zur siesta einladen, die nacht zur doppelschicht verdonnern und mich selbst grün ärgern. zumindest die augen, hach, das wär’s!

immer alle fünf sinne zur gradlinigkeit aufrufen, stur geradeausschnuppern etwa, keinen seitenblick wagen und dem ego nie einen vollrausch gönnen, geht auf dauer nicht gut. die pflicht möchte auch mal ad acta und die andere platte gelegt werden: drei viertel linksrum, ein viertel auf ex. es ist mittwoch, konterst du und ich lächle mein feiertagslächeln über alle kundenpläne hinweg: freistunde, baby!

5 Gedanken zu „Nümmerchen“

  1. Peter sagt:

    Deine Wortlaute, Anne, finden immer ganz leise ihren Weg mitten ins Herz, in mein Herz

  2. kid37 sagt:

    Mehr Schwebebahn wagen, mein Reden schon seit jeher.

    1. Anne sagt:

      Mehr Schwebebahn geht eigentlich immer. Nächstesmal mit Reiseführerkid?

  3. Roswitha Nicol sagt:

    Lange gesucht – endlich gefunden, du wunderbare Wortschmeichler- und -mäanderin

    1. Anne Seubert sagt:

      Das freut mich sehr, schön, dass du hergefunden hast. Wo hattest du den Faden denn aufgenommem?

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