Generika

Herbstens am Hafen

 

Herbstens am Hafen | © Anne Seubert

Herbstens zieht es mir die Schuhe aus, laublüstern.
Herbstens ist alles Schweigen Gold und alles Gold Licht und alles Licht Stille vor dem Herrn, der das Laub aufwirft, wie Fragen im Raum zwischen Antwort und Staunen.
Herbstens bin ich unterwegs per default, Schleichwege auskundschaften, immer der Sonne nach, Schatten aus- oder einweichend, dem Wind of Change Tür und Tor öffnend.

Gezähmt ist, was schmeckt, seine Ecken bloßlegt oder mich lächeln macht.

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Dubai

Alles andere als Feige: Kamille auf Eis, Kamelmilch on top.
Alles andere als pünktlich: Der Mann an der Scheibe, Prismen buchstabierend.
Alles andere als nebensächlich: Die Pistazien im Nebenraum, grün bis hinter beide Kochlöffel.

Heute mal Punk. Auf Schienen. Auf dem Reissbrett. Im Ohr.
Heute mal atmen. Unbewusst und durch und ein, zwei Meter tief.
Heute mal Gurken. 14 Kilogramm von den wilden weißen, unverblüht bleibenden, weil frühreif gepflückten.

Erst dann die Butter aufschlagen, das Orangenblütenwasser schockfrosten und die Großmutter aus dem Bett holen.
Erst dann das Wir wagen, einbeinig wachsam, bevor der Morgen graut und die Frage Luft holt.
Erst dann den Kaffee ausschenken, aufgewachsen an der Seidenstrasse und geteilt am besten.

Ugly Weathers? Kurzurlaub!

Zutaten
– Maispoulardenbrust mit Haut, gewaschen und trocken getupft
– frische Minze
– Salzzitronen
– Granatapfelmelasse

Zubereitung
(1) Brusthaut anheben und mit frischer Minze und Salzzitronen ausstopfen. Haut mit Granaapfelmelasse einmassieren, salzen und pfeffern. Mit etwas Olivenöl in eine Auflaufform schichten und für 45 Minuten bei 160° C, für weitere 45 Minuten bei 200 ° C in den Ofen geben.
Dazu Reis, Couscous oder frisches Fladenbrot, Tahinbuttercreme und Salat.