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Ouvre moi ta porte

Door | Anne Seubert

Wenn der Tag mal wieder aus einzelnen Momenten mit Ego besteht. Wenn der Morgen noch nichts vom Abend weiß. Wenn sogar Kontinente kuscheln möchten.

Wenn meine Augen sich freiwillig auf den See legen. Wenn der Appettit beschließt, eine Blume zu werden und nur noch nachts zu blühen. Wenn das Unterbewusstsein einen Design Thinking Workshop bucht und einen Youtube Channel launcht.

Wenn deine Tür offen bleibt. Wenn deine Zehenspitze Falten streichelt statt sie zu schlagen. Wenn dein Schlüsselbein die Abseitsregel kennt. Wenn du durch bist.

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unter diese stille tauche ein

schön sei was weiblich.
schön sei was ohne zweck.
schön sei was gut und edel und rein.

in diese reinheit pflanze ein nein, das dich trägt. ein früsorgliches, kindliches, freches, starkes nein, eines, das die wimpern, verklebt noch von der letzten nacht, hebt für einen blick, der alle augen eint und selbst die zukunft lächeln macht.

schön ist ohne wenn und aber.
schön ist der mut deiner augen sich zu öffnen auch in tiefster nacht.
schön ist der leib, den du trägst wenn du barfuß gehst.

auf diesen boden gebe ein ja, das den pflug zieht, stark genug die furchen aus den angeln zu heben und die krume zu lockern für die pflanze mensch, die da eben sich anschickt, das samenkorn zu verlassen.

schön wäre wenn du da
schn wäre der wald, am fuße des gipfels
schön wäre die stimme, die singt wenn die stille übernimmt.

unter diese stille tauche mit allen sinnen kopfüber ins meer, das dir zwischen den fingern geboren, inseln zum geschenk machte, gischtumspülte kissen zu betten was dir lieb und teuer für eine nacht oder zwei und einen strand zu teilen mit dem, der dir hand und herz reichen möchte und ein lächeln, das zählt.

schön zu sein bedarf es weniger als mehr.