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Zimmer frei! – Zukünfte suchen ein Zuhause

Wie würde das Zimmer der Zukünftigen eingerichtet sein, fragte ich Lena Marbacher und Klaus Burmeister vergangenen Mittwoch, wie würdet ihr es ihr einrichten. Im Nachhinein war ich mir gar nicht mehr sicher, ob ein WG-Zimmer überhaupt das richtige wäre. Ob Co-Living, das Teilen einer Küche und eines Badezimmers Grundlagen eines adäquaten Lebensstils wären. Aber das gedankliche Reisen ins WDR-Studio zu Götz Alsmann und Christine Westerman und dann mit ihr auf die Empore und sich diesen Raum vorstellen und wie er gestaltet und gestaltbar wäre für die eine und den einen, war die Ungenauigkeit allemal wert.

Den Kopf zwischendurch in die Hand legen,
das Herz auf den Kopf stellen,
den Mann der Frau ans Herz legen und
Tag und Nacht einander vorstellen, in einem Raum, in dem die Wände weich und die Decke hoch, in dem es möglich ist, die eigenen Rollen spielerisch in Frage und einander zur Verfügung zu stellen?
Alles oder nichts?

Unsicherheit ist so mancher Entdeckung Ursprung. Lasst uns das Leise, Zaghafte, Tastende, Flirtende dem Energischen, bestimmt Auftrendenden, wenn auch freundlich Verpackten vorzuziehen. Lasst uns in Seidenpapier einpacken, was uns allzu sehr Ecken und Kanten, zu absolut, zu gewiss, lass uns zweifeln, mit dem Verve der ehrlich Verzweifelten, lass uns die Arme öffnen für eine, die gerne kommen möchte, doch ungewiss, wem willkommen und was auf den Tisch zu bringen, neben Brot und Salz und Argumenten, die ihre Sache nicht.

Dem Ja ein Und an die Seite stellen,
der Frage eine Fußnote unterjubeln und
Morgen und Übermorgen einander das Horoskop vorlesen lassen, kann ja nicht jeder Löwin sein oder Skorpion, Sonntagskind und Wüstenblume, aber unsere Zukunft, die läse ich dir schon gern aus der Hand. Ob es eine ist, die hält, was sie verspricht?

Im Maschinenraum der Zukunft sei Stromausfall, lautet das Memo, das du auf dem AB hinterlassen hast und ich bin der, der immer dazwischen ist und dafür, dein Ja auf dem Silbentablett balancierend, ab- und zusagend, auf- und abschließend, bis der Vorhang fällt. Beim Applaus bist du längst wieder unter Wasser und ich schwimme, was das Zeug hält, und halte das Wasser samt Salz in Händen, Wellen wagend.

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Im Dunkeln

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Im Dunkeln tappen, leuchtfüßig, das Dunkle als Schutz wissen, sich reinschmiegen bis aller Schatten Licht und alles Licht im Schatten unterging. Anker werfen.

Hinhören, umhören, reinhören, raushören, abhören, anhören, abhören, aufhören. erhören. Die Stille, das Dunkle und das Licht, das du im Ärmel trägst, wie ein Ass, das erst noch gezogen werden möchte.

Ins Dunkle tappen, den hellen Fallen ausweichen, wie einem Brei, der zu heiß nicht gegessen werden möchte. Ins Lichtlose flüchten, wo der eigene Schatten ohne Chance und die Augen auch mal geschlossen bleiben dürfen. Erst blinzeln wenn Dunkel ins Helle gekommen, wenn die Wellen dem Ozean gleich und der Horizont gleißend.

Raushören, reinhören, hinhören, aufhören. Aufhalten. Anhalten. Hinhalten. Raushalten, aus allem was Licht und Schatten wirft, was erhellt wo dunkel sich zeigen möchte, Lidschlag für Lidschlag, die Stunde nach dir.

Ans Dunkle schmiegen, leicht nehmen, was hart macht, leise werden mit zunehmendem Mond, die Fenster schließen, das Herz, die Wunde und dich an mich, die ich im Dunkeln erst mich ans Licht wage, und Ufer eines neuen Tages, der noch nicht gelobt werden möchte.