Allgemein

Mit dem Rücken zur Welt

Introvert

Das Haar, das du links hinterm Ohr zu bändigen suchst.
Den Duft, den du an der langen Leine führst.
Das Zucken, das dir aus der Hand gleitet.
Die Fingerkuppe, die dir vorauseilt.

Die Wärme, die deine Haut preisgibt.
Den Faden, den du zwischen deine Worte spinnst.
Die Blicke, die du einflichst.
Den Morgen, den du in Ehren hälst.

Die Frage, die du gegen den Wind stellst.
Den Atem, dem du den Weg unter meine Achsel zeigst.
Die Stille, die du auf Händen trägst.

Das Uns, das du mir gegenübersetzt.
Den Kellner, den du zum Komplizen machst.
Das Wasser, das uns das Fließen leert.
Den Stein, der dir sein Alter verrät, aber nicht sein Geschlecht.

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Neben mir aber das Auge und eine Wimper im Sturm

Two Bikes & a Door | © Anne Seubert

Unschuldig wie die Nacht,
die um viertel nach acht schon,
den Rilke mit der Musik, die senkrecht steht,
und die dich jedesmal,
aber lassen wir das.
diese Nacht jedenfalls,
die nicht fragt, sondern dunkelt.

Unausweichlich wie der Sturm,
den das Auge zwischen den Wimpern trägt,
bereit, beim ersten Blinzeln
das Unwetter um die Ecke zu bringen und
dir in den Schoß zu legen, so
wie ein Lächeln an die Hand zu geben,
und dann schlägst du plötzlich die Augen auf.

Unvernünftig wie das Wasser,
das du in den Wein gießt statt am Rad zu drehen
und so die Zeit am Vergehen zu hindern.
Du sagst, jeder Moment sei so gut wie der nächste,
bevor du ihn kennenlernst, er dich mitnimmt,
und das Wasser im Wein macht keine Anstalten
zu fliehen, dabei wäre doch jetzt ein Platz neben mir frei.