Gelüste

da wo andere liebe machen

Eingang zur Liebe, Görlitz | © Anne Seubert

 

du lachst wenn ich liebe und
wenn ich liebe, knickst du ein.
knickst und kniest zwischen meinen schenkeln
räts nummernschlösser und verweist auf windschiefe apfelbäume
jenseits der comfort zone, jenseits von sonne und gischt.

da wo andere liebe machen seufzt du von tausend und einer nacht,
die den tag noch zwischen den zähnen,
das abendrot bereits rückenfrei zwischen nackten schultern trägt,
die dir halt, obdach und komplizen zugleich.

zum schein zeigst du zähne, den rauch schlürfst du auf ex
und als mein zittern nachlässt servierst du den schall auf eis, echo in endlosschleife
– klappern ist handwerk –
und deine castagnetten massgeschneidert für meinen schritt.

Gelüste

Mut zur Wunde

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Nähe und Schmerz suchst du zwischen den Herzen vergeblich, tritt ein, make yourself a home.

Öffne die Tür, das Tor, den Horizont dem, der Flügel verleiht und Landeplätze vermietet.

Gönn offene Wunden dir und Lippen, lehre den Wind wehen, das Wasser wolken  und die Sonne sich wundern.