Gelüste

Augen, Blick, ich komme!

Augenblick | Anne Seubert

Das Auge
geworfen, nicht gewürfelt
fällt tief
fällt auf einen wie dich
nicht ohne Grund

Blick für für Blick
wagst du unter Wimpern
einer Zärtlichkeit Ausdruck
zu verleihen,
auf Pump eine
die ankommt und vergeht

Der Blick erwidert
erkannt und ermuntert
sich niederzulassen
Es kommt
wie es kommen möchte
im Konjunktiv nicht mehr länger zu Hause:

Ein Jetzt im Hier
den Kopf in den Wolken
beide Beine auf deinem Boden
und das Herz auf Achse
geschickt:

Augenblick, ich komme!

Gelüste

Besitzverhältnisse

Introvert

das lächeln
auf der anderen seite des spiegels
gehört dir nicht

der himmel
jenseits von eden
bietet kein dach über dem kopf

die stunden
nach sonnenuntergang
machen den tag nicht länger

das gehörte
gesagt sein lassen
die antwort liegt auf der hand