Gegenwart

La cerise sur le gâteau

Blue Door No 24 | Anne Seubert

… und der Himmel staunt
und legt ad hoc die Wolken nieder
tuscht Blütenmeere uns zu Füßen
zarteste Kelche mit in allen Farben duftenden Grüßen.

Das Licht hält inne, sucht die Tiefe
webt zeilenweise Sonnenküsse zwischen Briefe
Und was du wagst trägt Spuren, über Dächer
eilt dein Ruf, öffnet Türen, öffnet alle 24 Fächer.

Der Sommer? Der lacht barfuß bis über beide Knie,
sich ins Fäustchen, lässt Hitzewellen donnern, schleudert Blitze
Und magst du noch so sehr das Dunkle suchen,
es bleibt das Licht für heute die Kirsche auf dem Kuchen.

Gegenwart

ich flüchtling

wen juckt es?
wen träumt es (sich nackt & in homöopathischen dosen)
wer denkt sich sowas aus?

du suchst es auf selbstgetretenen pfaden, auf abwegen und jenseits, bis
ihr euch, wir uns wiederbegegnen, einander gegenüber treten (?) & den kontext zur nebensache degradieren.

metaphern in gedanken?spreu vom weizen trennen! in worte packen schliesslich, kostend was bleibt: den kopf in der luft, die füße bloß auf dieser nimmersatten erde , die über-ichs erhaben wie je, es nonchalant auf der zunge, und eins wie es im buche steht: mit dem rücken zur wand, solitär und dich zugleich im gebet.

ein flüchtling ganz offenbar, ein lemming möglicherweise,  einer, der den weg im gepäck & das ziel im präteritum geparkt
seinen namen in fremden akzenten buchstabiert,
die weite freundlich, die nähe unerlässlich & die distanz zum weggefährten auserkoren, halleluja,
ID bleibt was für zöllner, ich bleibe bei mir.