Gelage

Alltage im Brunnen

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wieso durch die tür wenn das herz auch eine option? mittendurch und dann rechts an deine schulter. heute morgen gefängnis besucherin, mittags uni dozentin, später dann patientin. morgen prozess-komplizin sowie stippvisiteurin und übermorgen marken-muse.

kein cape heute, auch wenn neukölln um sieben bereits nieselregen an kifferhunger serbiert. ein lächeln reicht, das dafür doppelt und als flat white – durchgehend warme küche – im angebot. ankommen war gestern, heute wird nach dem weg gefragt und im zweifelsfall ein kompliment gemacht oder ein koffer ins vierte stockwerk gehievt, stranger hin oder her, du brauchtest hilfe.

der erste termin heute rief mich in den zellentrakt, erster stock, letzte tür links, der dritte gehörte dem typografen im hinterhof, im cafe nebenan habe ich drei kilo nussbutter bestellt, online, und nach dem mittagessen bereits den dritten kaffee getrunken. auf dem rückweg dann die goldene bloggerin in spe vom rad aus in der stadt begrüßt und spontan das abendprogramm gecancelt.

stattdessen die 15. runde rehasport, die umkleide mein fenster zum feierabend mit damen, die beinpresse das montägliche amuse gueule bevor es der stur schniefenden schultermuskulatur an den kragen geht. was machst du nochmal? fragt das sonntagsdate und ich erzähle ein märchen, wie es in dem buche steht, stehen wird, das noch geschrieben werden will, wenn der frosch endlich in den brunnen gefallen ist und der alltag tabu.

Gelage

Upgrade

zwischen unterwegs und dahoam
packst du ein wochenende, das von
käsefondue träumt und rieslinggarnelen serviert:

auftakt zu einem menü, das den aperitiv
schwänzt und dafür bis zur sperrstunde
amuse gueules auftischt bis auch die
weinbegleitung stolpert, unterm tisch einen
korkenzieher nach dem andern um den finger wickelnd.

ich will löffeln, wo du dessert vermutest und tunken, was dich schlürfen macht,
thank god it’s friday in deinen serviettenring tätowierend, koste es weisse westen, was es wolle,
ich komme vom land in sicht, rede ich mich raus, falls du fragst und ich gerade den mund voll:

augen zu und mund auf – lächeln geht immer!