Geliebte

At- und Widmung

Sleeping Beauty | © Anne Seubert

Sleeping Beauty | Verschlafene Schönheit

Eine Perspektive, die an mich glaubt.
Ich weiss nicht, warum, aber dass.
Ein Meer, das mich trägt.

Ich will, dass du weisst, dass ich lebe.
Die Vorfreude traut sich noch noch aus dem Häuschen, aber das Ja sitzt.
Im Zweifelsfall: Gelato.

Der alte Mann an der Kasse kann nur Scheine.
Der Strand hat sie alle.
Unsere Auswahl beschränkt sich aufs Gute.

Der Fisch in mir springt.
Der Leib vereint Vergangenheit und Zukunft, zum Pflücken prall.
Die Liebe am Nachmittag bringt die ungesagten Dinge auf den Punkt

Inselchen, du hast nicht nur mein Herz, du hast mich ganz:
Meine Haut trägt deine Sonne, mein Haar dein Salz, meine Lippen Spuren deiner Ricotta-Leibe.
Dein Sand lehrt mich meine Berührbarkeit, Korn  für Korn für Korn, und den Schlaf zwischen Ebbe und Flut.

 

 

 

 

Geliebte

Drei Fenster zum Hof

Über Nacht ein Kind geboren, das die Wiege schmäht und lieber zu Fuß auf die Beine kommt. Beine, die bis über beide Ohren der Langstrecke ergeben, das Knie stets auf Fünf vor Knapp und die Adduktorenspannung auf Maximum geregelt.

Die Zukunft hat Seitenstechen, bereits bevor ich sie vorstelle, es wirkt als hätte sie es geahnt, dass da noch einer komme, der zwar das Wort noch nicht gefunden, aber dafür auf der Haut ein Mal so leuchtend, dass die Welt perplex.

Beiss nicht ins Gras sondern in den Stengel daneben, rät die Wut der Schwermut, deutet auf wilden Hopfen zur Beruhigung und sammelt Kröten aus dem Weg, der ein Ziel sein möchte.

Drei Fenster zum Hof öffnest du und lässt den Atem von der Leine: Endlich Herbst, komm lass uns ernten!