Gemäuer

Reise in eine entlegene Zeit

Entlegene Zeiten | © Anne Seubert

Weite. Ein Wort, das verweilt. Erst am Gaumen britzelt und dann langsam sich ausbreitet, bis der Kopf erfüllt: Spiegel des Raums bis zum Horizont, der hier unverortbar, weit im Raum bleibt. Raum, der hier gleichzusetzen mit der Zeit, die er uns im Reisen mitnimmt, die die Reise in Anspruch und in Gewahrsam nimmt. Gott, gebe mir Reisen, Zeit und Raum und einen Himmel, und sei er nur geliehen.

Jenseits der Städte, erwartet uns ein dieser Himmel, in dem sich Wolken tummeln, zuweilen ungestüm aufbauschauen, zuweilen schüchtern um die Wette flausen, zuweilen auf einer unsichtbaren Glasplatte schlitternd und das in Zeitlupe. Eine Zeitlupe, die auch den Raum ins Visier nimmt und ihn sich ausdehnen lässt, Gedanken an Diäten weit hintanstellend. Man mag nichts als ausschreiten und diese und andere Gedanken auf Achse schicken. X, Y und Z.

Und dann ergibt es sich doch, dass man eintaucht. In einen Hügel, eine Blüte, eine Pfütze – Ü, ich hör dir trapsen – und die Gegenwart kurz blinzeln lässt in das, was sich da laszivst ausbreitet und hinter vorgehaltener Hand genüsslich aufstöhnt. Nur kurz, denn allzuviel Platz will man dem Jetzt nicht einräumen von dieser guten Zeit, die zu Recht kein Visum beansprucht, ja, ihren Namen nicht preisgeben möchte. Die ein Feld sein möchte, mit Furchen und Fabeln, zuweilen einen See offenbarend, dessen Ufer so entlegen, das immer geöffnet.


Musen: Kathrin Passig und Aleks Scholz und ihr Handbuch für Zeitreisende, Rowohlt 2020

Gemäuer

Zick-Zack? Flick-Flack!

Way Finding | © Kyle Huber

>>> Video: Way Finding | © Kyle Huber featuring Joel Eggimann, Santa Monica

Öfter mal auf die eigenen Hände fallen lassen.
Öfter mal alle viere von sich strecken.
Öfter mal upside down.
Öfter mal die Welt auf den Kopf stellen.
Öfter mal das Ziel aus den Augen verlieren.
Öfter mal den Strand durchpflügen.
Öfter mal querfeldein.
Öfter mal den Flipper Modus anstellen.
Öfter mal sich um die eigene Achse drehen.

Öfter mal Zick-Zack.
Öfter mal Flick-Flack.
Öfter mal vor und zurück, zwei Schritte, drei Schritte.
Öfter mal nicht mitzählen.
Öfter mal schwindelig machen lassen.
Öfter mal den Untergrund wechseln.
Öfter mal die Orientierung verlieren.
Öfter mal einen Fuß hinter den anderen setzen.
Öfter mal aus der Reihe tanzen.
Öfter tanzen. Springen. Haken schlagen. Und die Beine in die Luft werfen, warum auch immer nur den Kopf?

More often dropping on your own hands.
More often stretching all fours from time to time.
More often upside down.
More often turning the world upside down.
More often losing sight of the goal.
More often ploughing the beach.
More often cross-country.
More often turning on the pinball mode.
More often turning on your own axis.

More often zigzag.
More times flick-flack.
More times back and forth, two steps, three steps.
More times not counting.
More dizzy spells.
More often than not changing the ground.
More often losing your orientation.
More often putting one foot behind the other.
More often dancing out of line.
Over all: More often dancing. Jumping. Striking hooks. And throwing your legs in the air. Both.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)


Kyle Huber is a Los Angeles photographer, Instagram influencer and brand advertiser with a strong graphic design background. You can also find him on Instagram, where I discovered him and been following his moves since.