Gemäuer

moi non plus

Klatschmohn | © Anne Seubert

 

wo das UN dem VER die Hand reicht
taucht das SEHR aus der Versenkung
schlägt die Brücke zum T, verschluckt das Z

Nie sagst du, und ich noch immer nicht

wo das SEHR die Balance sucht
stellt das H die Wand, täuscht Eitelkeit vor
und hat doch nur drei Hände frei

Dein Wort gibst du, und ich zu

wo der Weg bereit schien
öffnete sich der Boden auf der ersten Note
gab für Momente den Untergrund preis und begann dann doch zu beben

Unversehrt waren wir nie.
Unumschlungen blieben wir noch im zärtlichsten Hauch.
Untertage wagten wir uns erst 40 Ali-Baba-Jahre später.

Gemäuer

Mit dem Rücken zum Meer

River of Not yet there, Aquitaine | Anne Seubert

leg deinen blick mir auf die nackten schultern, ich trag ihn ein stück. ein stück überland. ein stück am fluss entlang. ein stück bergauf.

leg an, was dich fließen macht und weich, ich pflanz ihm einen baum zur seite, wetter und wind in moos verwandelnd.

leg dich ganz in meinen schatten für minuten zwischen zenit und dämmerung, vollmond und zapfenstreich, für einen sommer mindestens und ein haus mit dem rücken zum meer.