Gelüste

Ist es unter Sternen üblich, einen Planeten zu haben?

Dream, Baby, Dream | © Anne Seubert

Die Sonne ein Durchschnittsstern, sagt sie und
schlägt das Universum auf: Wienumsäumt, die Hofburg im Osten,
am Westend dieser Stern, den wir Sonne tauften,
und dem wir fortan einen täglichen Auf- und Untergang unterstellen.

Die Zeit ein Knopf, den wir vor- und zurückspulen können, sagt sie und zeigt auf
die Welt: ein Planet unter Abermillionen –
Tuusig chlinii Sternli, erinnerst du dich, damals im Park?

Der Blasebalg am Zeltrand kommt nicht aus der Puste, sondern hält einen Himmel über uns,
wie einen Schirm und Lunge eines Dachs für Licht und Zeit und Mensch; und Kunst –
Ableitung Sauerstoff als Indikator für menschliches Leben auf fremden Planeten?

Du fragst die Sonne nach ihrem Alter und sie kontert wo unsere Wahrnehmung endet.
Knallt es, wenn ein Universum entsteht? Ist Leben möglich und wenn ja, wo und
unter welchen Bedingungen beginnt, was wir Anfang nennen?

Stardust, we are, wusste schon David B. und ich versuche, die Nullen
in eine Stelle zu wandeln, die leicht genug für einen Traum, ein Leuchten in einer Nacht,
die nur deshalb undurchdringlich für uns, weil das Licht eines, das auch mal ausgeht.Dream on, Babies, Tage sind auch nicht mehr als unterbrochene Nächte,
ein Licht, das nicht heimfand und eine Dämmerung, die Schmiere steht ohne den Klingelstreich zu wagen, der den Horizont ad acta legen würde und unsere Lider ab.Mehr zu Übermacht und Blindheit von Licht zum Beispiel

  • zu Besuch bei Ruth Grützbauch in ihrem Pop-Up-Planetarium, 
  • lesend bei Benjamin Labbutat,  der in seinem Buch “Das blinde Licht” in vier lietarischen Porträts, den schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn einschlägt, zwischen menschlicher Hybris und der zwiespältigen Kraft der Wissenschaft. Der erzählt von dem verhängnisvollen Moment, an dem wir aufhören, die Welt zu verstehen.
  • zuhörend bei der Folge den ZEIT-Podcasts “Alles Gesagt”, in der Christoph Amend und Jochen Wegner mit Dr. Z., Prof. Dr. Thomas Hansueli Zurbuchen, dem vielleicht einflussreichsten Wissenschaftler der Welt: Wissenschaftsdirektor der NASA, verantwortlich für einen Etat von fast acht Milliarden US-Dollar, über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 125 Missionen und 300 Satelliten.
  • aktuell bei Volker Scheurer und Ania Dziezewska im Kunstraum Kieswerk