EDIT: Anfall heftig aber ungenutzt verstrichen.
Arm und Gebeine längst auf Urlaub eingestellt, hängt der Kopf noch im Rechner und schaltet und schaltet nicht aus. Ich möchte ein Fußköpfler sein, den Kopf nie über Kniehöhe, pro Zehe ein Scheitel. Der Hunger, mir eben nach syrischer Art aus der Tasche gezerrt, lacht hysterisch, die imaginären Backentaschen mit Pflaumenmus füllend.
Noch ein Rhabarberschorle bitte, halb Eis, halb Wehmut!
Fehl am Platz
Statt eines Rückens Perlenketten. Buntlackierte Dinger, Bauch voraus ans rotwangige Ohr gehängt – Grabräuber aufgepasst, wir winden uns doppelt: als Bordüre um den rauen Durchbruch tragend. Idyll am Rande des Wangenknochens, eigentlich. Der Griff an kühles Holz, statt warmem Bauch erschreckt die Finger, schließt die Augen, öffnet das Eisfach und vergisst es zu schließen.
Schon hat der Neid sich wieder freigefressen, an Zucker und Zorn entlanggehangelt, war, die Perle missachtend, mir ins Ohr geflutscht und hatte von dort binnen Minuten erfolgreich den Verstand lahmgelegt. Der wiederum, mit der Perle glücklich gerade eifrig am Pläne schmieden gewesen, Momente imaginierend, die es wert sind, Straßen nach ihnen zu benennen und besonders diesen einen, der über beide Ohrwipfel strahlt. Und jener hier, mit einem Selbstbewusstsein ausgestattet, das schwindlig macht, und an der Tischkante vis-a-vis ein Lächeln heraufbeschwört, das jedes Wort zur Lächerlichkeit verdammt.
Grauende, fast schwärzende Angst vertreibt die Aussicht auf den nächsten Schritt, stellt Tage mit einer Leichtigkeit in den Schatten, relativiert den Hunger, das leichte Beben. Es bleibt das Staunen, die krampfende Suche nach Halt, es bleibt die Schwerkraft, die den Boden dankbarerweise in erreichbarer Nähe hält, es bleiben lächelnde Lippen und ein Termin bei der örtlichen Hebamme. Es bleibt die To-Do-Liste, die kalten Füße und das Kino im Kopf.