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Sommer, Schienbein und Sancerre

Die Berührung auf den Punkt bringen, der schmerzt, der den Atem still stehen lässt für einen Moment, der ausreicht, Luft zu holen. Luft, die nicht Komma sein kann oder will, nur zwischen den Zeilen spielen, Resonanzraum auslotend für den nächsten Absatz, der da schon mit Bedeutungseinschüben lockt. Aber…, holst du Luft und ich werf’ dir Blaubeeren in den Mund, jegliche Punkt-vor-Strich-Rechnung mit Missachtung strafend, stattdessen Sommer und Rock von der Leine lassend..

Der Rock, der getragen werden will, jeden Tag aufs Neue mit den nackten Knien flirtend, die nicht still stehen können oder wollen, sondern die Schenkel weiter immer weiter der Sommerbräune entgegentragen. Dieser Sommer ist doch schon lange nicht mehr…, wirfst du versuchsweise Argumente wie Schatten ins ungernbetretene Schweigen und so sehr ich dir heimlich Recht gebe, dass dieser Sommer bereits nahe der Fußnote, so sehr will ich ihn im Mittelpunkt sehen: Subjekt, Objekt und Prädikat in einem.

Für heute mal mehr. Mal weniger. Weniger schwer. Mal leicht und fettig und satt und sonderbar und Kilometer in die Ecke drängend, den Schatten noch dahinter und stattdessen Charme ohne Grenzen, die Beschnittzugabe einheimsend und das Kilometergeld gleich mit. Es wird gedruckt, Baby, auf Haut, Baby und deine wird auch nicht so blaß bleiben, j’en jure. Blaß ist so 70iger, nickst du süffisant Verständnis heuchelnd und legst vergnügt das erste Schienbein bloß, die Hände hinter dem Rücken, mehr oder minder heimlich eine Flasche Sancerre öffnend.

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Tränen sind aus. Himbeer is in!

Die Tränen sind zurück und der Schmerz. Die Platzlosigkeit. Und der Tunnelblick. Die Erwartungshaltung und auch die Kilos kommen.

Es geht mir gut. Noch nicht. Nicht ganz. Erschöpft von was eigentlich?

Hallo Dunkelblau, I kind of missed you. Not. Diese Tage, die das Bett nicht verlassen wollen. Diese Blicke, die den Senf zu Buttermilch werden lassen. Die Ruhe vor dem Raum. Du Stoff aus dem die Angsttränen sind, die Tränensäcke und auch der Mut. Hungrig weiß mein Leib den Regen zu schätzen. Diese Veranstaltungen, auf denen ich die Jungs von vorgestern wiedertreffe, unwesentlich gealtert mit den immer gleichen Argumenten. Komplimenten. Mission ohne Stellung.

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Man nehme mir den Wind aus den Worten und den Salat von den Ohren. Sehen will ich und schmecken. Es ist Zeit, das T-Shirt zu wechseln und den Hut. Den Text und den Stift. Am besten auch das Papier. Die Einleitung sowieso und dann loszulegen mit einer Stimme, die den säumigen Raureif als Rock trägt, bodenlang und mit nackten Füßen. Den Krumen nachspüren, die den Weg pflastern, der gerade gebaut wird für ein Morgen, das noch nicht schlafen gehen möchte. Dass auch nicht sicher ist, ob es je aufwachen möchte. Aber falls, dann selbst gutgelaunt und frisch gezapft der Kaffee Heutzutage brüht ja keiner mehr.

Der Hut passt nicht, will und will nicht, dafür sitzt das Kleid geschmeidig auf der Hüfte, als wäre es dafür gemaßschneidert worden, wackelt nicht, hat Platz und kokettiert nur unterschwellig damit, die Welt als Hose betreten zu haben. Der Stiefel darunter nimmt es gelassen und trabt auf Autopilot zur nächstgelegenen Weinbar, die, die Flasche bereits im Anschlag, noch einen freien Platz am Fenster offeriert. Hier wäre sogar Platz für oben genannte Tränen, stattdessen kommt Lust und Laune auf, macht sich breit, breiter als jeder Schritt, öffnet den Raum für ein Lachen, das spontan eine Lokalrunde schmeisst. Vienna Calling? Ich antworte.

Mit dem Leben per Du, indiziert der Sonnenaufgang zwar immer noch Kitsch, trägt aber stolz auch das ein oder andere Himbeertörtchen (Nein, bitte kein Punschkrapferl!) zum ersten Espresso.