Einmal noch aufstehen (heissa, dann aber!)
Einmal noch hinstehen (auf einem Bein sogar)
Einmal noch überstehen ( auch, wenn alle dagegen)
Einmal noch
Einmal dann doch ausbrechen (halleluja!)
Einmal dann erst recht unterbrechen (mit vollem Recht)
Einmal dann endlich aufbrechen (aber wohin bloß?)
Einmal Hals- und Beinbruch ( bloß auf dem Papier, zum Glück!)
Einmal zu viel (stellt sich heraus)
Einmal auf Ex (oder auf die Ex?)
Einmal einfach so (mit Ausrufezeichen!)
Einmal mit Ansage, (schließlich, who am I)
und
Einmal ohne
ohne Punkt und Komma
ohne Gewähr, und
ohne 3 Zentimeter Absatz sowieso
dafür mit Dir!
Es gibt meine Wahrheit,
deine Wahrheit,
die Wirklichkeit,
und das, was tatsächlich passiert ist. William Kentridge, The Great Yes, The Great No
Das Ja bleibt Kunst
bleibt hungrig und “foolish”
bleibt schüchtern und “eyes wide shut”
bleibt störrisch und misfit, mit jeder Krise mehr
und verkracht doch die Existenz jeden Zweifels
schon beim Anbiss des einen Augenblicks
der den absichtlich Zapfenstreich überhört.
Aber, setzt das Stück an, auf dieser ganz besonderen Reise, die eine Flucht ist, und von der das Leben so viel lernen kann, nicht zuletzt die eigene Rolle immer wieder und immer wieder neu und neugierig zu erproben, Masken auf- und abzusetzen, und sich den Horizont für einen Tanz mindestens zur Brust zu nehmen: wenn schon nicht für ewig, dann wenigstens für immer.
Auch wenn oder gerade dann wenn gilt, dass “da, wo du herkommst, wirst du nicht vermisst da, wo du hinmöchtest, bist du nicht willkommen da, wo du bist, bist du nicht zuhause.”
Heimat wird zum Los unter Nieten,
zur Fata Morgana in einer Wüste aus Meer, zu einem Traum unter Schlaflosen. Wenn du kannst,
verdreh einer Poetin den Kopf,
bring einen Musiker zum Klingen,
versorge einen Koch mit Zutaten und sei es nur ein Saatkorn –
Oh Metapher! ich hör dir trapsen, wohlwissend, ein Korn macht noch lange keinen Garten,
und doch ist der nächste Baum, einer, den du pflanzt,
das nächste Gedicht eines, das du schreibst,
das nächste Lied eines, das du singst,
wenn schon nicht mit den deinen, dann wenigstens in ihrer Sprache,
die die Worte kennt, die dein Herz an eine Ankunft glauben machen!
Mit Dank an das Haus der Berliner Festspiele, die dem Stück in Berlin eine Bühne, dem Thema eine vielgestaltige Stimme gaben