Geliebte

Wie ich mich in dir vertraute

Safety | © Anne Seubert

Wie ich mich in dir vertraute,
alles dir zu und an dich dichtete,
das mögliche zuerst, später auch was womöglich alles andere als vertraut, sondern vielmehr auf dem Sprung in ein Werden, das noch keine Gestalt.

Wie ich mich dir anvertraute, uns zutraute was Vertrauen möglich macht, wenn von beiden Seiten in die Waagschale und darüberhinaus ausgesprochen und verankert, was am Boden unbesiegbar schien.

Wie ich mir in dir zutraute, zu mir zu kommen, Gestalt anzunehmen und Vertrauen in eine Zukunft, die noch nicht, nicht Gegenwart, nicht Boden, nicht Sinn noch Verstand, aber davon mehr als genug für ein Leben danach, darauf, und dran, und das an dir.

Wie wir uns trauen, zu und an und über alle Zweifel hinweg in ein Ja, das Jahre wie Tränen intus, innerlich seit dem ersten Blick, sichtbar erst heute das Gestern ernst genug für ein Morgen zu zweit nimmt und hält, was es damals versprach. Safe the date!

Geliebte

Der Traum fängt gerade erst an

Dream, Baby, Dream | © Anne Seubert

An der nächsten Ecke hättest du geparkt, wenn der Konjunktiv nicht gerade in Quarantäne. So heißt es noch eine Runde Realität und warum nicht Traum auf der zweiten Tonspur? Ich mixe dir noch einen doppelten, bevor wir feststellen, dass Synchronsprecher am besten als Navigator-Stimme taugen, egal welche der Wirklichkeiten gesurft werden will.

Du versuchst dich im Provozieren, ich behalte mein Blatt für mich und die Contenance, die der Gin Tonic übrig ließ, und nur mein linkes Ohrläppchen verrät sich durch Beben und zwei Nuancen Rouge mehr. Ich umarme dich trotzdem, Dream, Baby, Dream, und lass meine Fingerspitzen für mich sprechen.

Die Tür macht Feierabend, als wir drin, ich höre sie verschwörerisch mit dem Rahmen flüstern, von wegen kein Schloss und nur über meine Leiche, da atmest du plötzlich tiefer und ich weiß, du wärst nicht nur geblieben, du träumst gerade auf mich zu. Jetzt bloß nicht aufwachen!