Sonne auf Bauch, Blick Richtung Bücherregal, Radio auf Solomon Burke. Einatmen. Ausatmen. Liegenbleiben. Den Wipfeln beim Rauschen und den Worten beim Leine ziehen lauschen. Und dann sagst du ja, sagst vielleicht ja, aber, aber immer auch: Bacalhau. Tiborna de Bacalhao. Du magst, wie das Wort klingt und wie es meinen Bauchnabel zum Lächeln bringt. Ich mag die Oliven darin und das Öl, das sich dir von den Lippen lecken lässt. Von den Hüftknochen auch, die du allmorgendlich in meine Handinnenflächen schmiegst. Unwissentlich. Behauptest du.
Die Perspektive trägt mal wieder grün, und zwar dunkelst, hört Cypress Hill bis zum Umfallen und bohrt sich ihre flammenden Fingerspitzen in die Wunden. Da wo der Wind sich rar macht und der Himmel seine wildernden Strähnen hinters gezückte Ohr streicht. Von Nebelfahnen raunend, die nie wirklich gehisst, jedoch unermüdlich den Horizont umgarnen. Merke: Wolken, die dräuen, regnen nicht. Die Wundränder aber nässen, schimmelfetzenumflort und schmerzhaft bunt. Rezepte gibt es keine, nur Mut, der auf Zedern fällt und Dekolleté zur Schau trägt, dass mir schwindelig wird.
Jenseits deines Blicks hat auch mein Mundwinkel es gewagt, abwärts zu fallen, der Sonne den Rücken zu kehren. Schatten zu suchen im Wangenrot. Nicht nur aber auch um von deiner Fingerspitze gefangen zu werden. Auf. An. Ab! Um geführt in Ecken zu landen, die einem Torschuss Ehre. Du aber proklamierst unbeeindruckt das vorsintflutliche Bahnenschwimmen, trägst Laufschuhe zum Spitzenkleid und weisst die Oliven mit einer Sardellenpaste zu füllen, die jeden Zweifel schmatzen macht und die Gräten des gebackenen Bacalhau in ihre Grenzen weist. Ich nehm noch einen Teller!