Zettelkasten

Rahel Varnhagen: Unendliche Gegenwart und Schnelligkeit

„Ich liebe unendlich Gesellschaft und von je, und bin ganz davon überzeugt, daß ich dazu gebohren, von der Natur bestimmt und ausgerüstet bin. Ich habe unendliche Gegenwart und Schnelligkeit des Geistes um aufzufassen, um zu antworten, zu behandeln… Ich bin bescheiden und gebe mich preis durch Sprechen und kann sehr lange schweigen und liebe alles Menschliche, dulde beynah alle Menschen.“
Rahel Levin Varnhagen

Rahel Levin Varnhagen ist eine von diesen Frauen, die nicht in einen Satz passen. Eine, die hängen bleibt, mir hängen blieb, mir immer wieder begegnet als Denkende, laut Denkende, als Schreibende und Dichtende natürlich, als Einladende und Lernende, als Rastlose und Verführende, als jemand, der sich erlaubt hat oder nicht anders konnte, sich zeitlebens weiterzuentwickeln.

Sommers Weltliteratur hat versucht, ihr Leben greifbar zu machen, zusammenzufassen in ein paar Minuten:

 

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Konstantin Wecker: Die Fenster offen, um zu fliegen

 

Konstantin Wecker komponiert Musicals, spielt in Filmen (“Peppermint Frieden”, “Ärzte”, “Wer früher stirbt, ist länger tot”), komponiert Soundtracks (“Kir Royal”, “Schtonk!”, “Lippels Traum2), nimmt Alben auf, ist politisch aktiv.
Der Film ist vor allem eine Begegnung mit Konstantin Wecker, mit seinem Leben, seinen Lebensorten, seinen Melodien, und seinem Sound (Leben, Literatur und Musik).

Neben Konstantin Wecker kommen Weggefährten zu Wort: u.a. sein lebenslanger Freund Günther Bauch, Jo Barnikel , Hildi Hadlich (Cellistin beim Team Musikon, Weckers legendärer Band von 74 – 84), aber auch Max Uthoff, Reinhard Mey und Senta Berger. Der Film soll ergründen, wie Konstantin Wecker tickt: Woher nimmt er seine Energie? Woher seine Wut? Und seinen Schmäh? Wie vereinigt er all das, was in ihm arbeitet? All die inneren Widersprüche? Was hat er gelernt? Wie geht es weiter? Für die Nachgeborenen? Wie erfindet er sich immer wieder neu?

Filmautorin Gabriele Pfaffenberger trifft ihn privat und als Musiker: Er spielt für das Filmteam, ist beim Konzert mit der Band zu sehen, ist zu Hause und besucht seine ehemalige Schule, es geht weiter an die Isar und an seinen Sehnsuchtsort: Die Toskana, wo er mehrere Jahre gewohnt hat.