Gelüste

Leise Verführungen

zwischen nie und nimmer ein vielleicht für immer schmiegen: den daumen in die wunden punkte legen, da wo das arge das muntere auf ein schäferstündchen trifft, während ich zweifel wie einen sack flöhe hüte, den du beim ersten blinzeln zum umfallen bringst, den kommenden tag auf die leichte schulter nehmend, die nacht heuer mal links liegen lassend, en passant.

zwischen mal und wieder einen blick aufhalten, der das weite bereits suchte und sich dann doch zu nähe verführen ließ, den Punkt verdoppeln und stille anfügen, von dieser weisen, dichten, die das ja hält, das der raum versprach. der raum, den du betrittst, leichten fußes und schweren mutes zugleich, wenn der mond auf schicht und du allein neben mir liegst.

die ruhe anrufen, vier mal klingeln lassen und kurz vor dem auflegen doch noch die linke handinnenfläche reservieren, nur um bei ankunft den handrücken draufzulegen und den kleinen finger entdecken, der so nicht mitkalkuliert war. kurzerhand die reisekostenstelle in die leitung holen, rebriefen, eine fangfrage lancieren, die bedenkzeit für eine durchatmung nutzen und dann vorsichtig, an der kuppe beginnend, langsam und noch langsamer genüsslichkeit entwickelnd, den nagelrand abtasten um den kleinen finger schließlich auch noch an bord zu holen. daumen hoch: jetzt habe ich uns aus der leitung und in der zarten hand.