Gegenwart

ich flüchtling

wen juckt es?
wen träumt es (sich nackt & in homöopathischen dosen)
wer denkt sich sowas aus?

du suchst es auf selbstgetretenen pfaden, auf abwegen und jenseits, bis
ihr euch, wir uns wiederbegegnen, einander gegenüber treten (?) & den kontext zur nebensache degradieren.

metaphern in gedanken?spreu vom weizen trennen! in worte packen schliesslich, kostend was bleibt: den kopf in der luft, die füße bloß auf dieser nimmersatten erde , die über-ichs erhaben wie je, es nonchalant auf der zunge, und eins wie es im buche steht: mit dem rücken zur wand, solitär und dich zugleich im gebet.

ein flüchtling ganz offenbar, ein lemming möglicherweise,  einer, der den weg im gepäck & das ziel im präteritum geparkt
seinen namen in fremden akzenten buchstabiert,
die weite freundlich, die nähe unerlässlich & die distanz zum weggefährten auserkoren, halleluja,
ID bleibt was für zöllner, ich bleibe bei mir.

Gelage

das Übliche: 28 Tage

Dem Wort die Stirn bieten
wie einem nackten Freund
das Handtuch
Perspektive, Schutz und Halt zugleich

Der Blick nach oben offenbart:

Am Himmel Sterne
liegengeblieben vom letzten Firmamentmoment
der Mond hat sich längst zurückgezogen
das Übliche: 28 Tage Schweigen
bis zum nächsten Rund

Ein Schatten wagt es
in der Stille zwischen Himmel und Erde
eine Dämmerung auszubreiten
in der sich Gott und die Welt
Gute Nacht sagen könnten,
wären Worte wieder verwundbar

So heisst es: Baden gehen!