Gelüste

blumen, locken, strand und beton

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wenn wesentlich wird wer abwesend
wenn graut was nach mitternacht feiert
wenn kalt was knietief umarmt werden möchte
wenn nüchtern noch die promille

wenn entzwei was spuren wollte und
dein haupt nicht nur blumen verlockt
sondern auch meiner gedankenflut heimat
bin ich meer an deinem strand und sei er aus beton

und seist du rosenrot nur aus wut
und aus purer höflichkeit bis zur schnittkante auf goldkehlchen poliert, ich zöge dich hinaus aufs offene wasser zwischen deinen wimpern oder wie auch immer du den see nennst, der zu deinen füßen ankert, während du schläfst.

ich möchte den tüll unter deinem rock toupieren,
die nackte angst gassi und zum barbier führen,
deinen blick lambada tanzen lehren und dich auf perlen betten,
die noch gezeugt werden wollen.

Gelage

Gestatten, Fernweh mein Name

 

2017-10-14 16.05.44_01

Aufgrund der unsicheren Wetterlage die Ostroute wählen. Deine linke Flanke hinabwandern, auf Händen und Füßen teilweise, dein Knie zuerst kennenlernen, deine Wadenweide entlang spazieren, Fingerkuppe an Oberschenkelpanorama, Handrücken an Hüftbein, Nagelkratzen auf Sehnenstrang, bisweilen unter der Haut. Innehalten, wenn der erste Schauer einsetzt, die Handinnenflächen auflegen, Gänsehaut aufspürend, da wo dein Arm eine Kurve legt und Achselzucken vortäuscht. Spüren, wann du die Augen schließt und lächelst, deine Haut warm wird und weitet.

Streicheleinheit für Streicheleinheit dir Bilder einträufeln, Postkarten was sag ich directors cut-Momente in OmU und Überlänge, tltr im Räkelmodus und nur zwangsweise den Klappentext per Handschlag nachliefern, das Kapitelbändchen Momente markieren lassend, die nach Wiederholung dürsten. Abseits spielen und jenseits des Bündchens Falten links liegen lassend Haut aufsuchen, die so schüchtern, dass ihre Blässe  mehr als Koketterie. Berühren, was zart sich gibt sobald die Dämmerung einsetzt.

Dich heimsuchen, herausheben aus dem was ist, fallen lassen in das, was sein könnte und meine Arme auch. Bewegung vortäuschen und doch nur dir die Beine lang werden lassen und den Atem weich. Deinen Leib mit einer großzügigen Prise Aufmerksamkeit eine Etage tiefer betten, den Verstand gleich ad acta legen und den Atem in den Mittelpunkt stellen, Rhythmus, you know.

Vom Weg abkommend Unterholz ahnen und einen Umweg vortäuschend dich auf den Bauch drehen. Weicher atmend zwei Hände voll ins Warme wagen und Rücken an Rücken Räkeln üben. Spüren wie du denkst, wenn du fühlst, dass ich spüre, was du träumst: Rundreise. Anlehnen, abtauchen, anheben – mich gegen Ferne für Nähe entscheidend, all inclusive.