Leise Vergnügungen

Leise Vergnügungen XXVII | Mathematisch-Poetische Edition

“Insofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher,
und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit“

Albert Einstein, Mathematiker

# Vor dem Wort noch die Zeichensetzung anlegen, Semikola und Geviertstriche zuerst
# Unabgesprochen ohne Wirkung bleiben, selbst der Formel das Ergebnis streitig machen
# Jedem Prinzip, jeder Bedingung eine Ausnahme zumuten, für eine Nacht oder zwei
# Jeder Funktion eine Fußnote an den Horizont pinnen
# Reimen Buchverbot auferlegen, nur in den Danksagungen bekommen sie Asyl
# Stadtpläne dichten, statt Sehenswürdigkeiten poetische Qualitäten und geschichtlich Palimpseste markieren
# Mathe-Bundestrainerinnen küren und Stammtische mit mathematischen Rätseln kapern
# Dem Meer ein Land widmen, das es weder fassen, noch ablehnen, nur notdürftig zu schätzen vermag
# Der Formel ein Gedicht, dem Widerspruch Gelassenheit und der Beweisführung eine Metaebene an die Seite stellen
# Der Gerade ihre Punkte erst streitig dann fruchtbar machen: jeder Punkt eine Möglichkeit vor der Realität auf die Knie zu gehen, sie zu akzeptieren, in Frage zu stellen, oder gleich ganz neu zu gestalten

PS: Weitere Leise Vergnügungen