Generika

Njet

Nicht schlafen wollen, nicht Zähne putzen, schon gar nicht: gerade sitzen. Mich nicht beherrschen, nicht antreiben. Nicht auffallen (, auch nicht hin). Nicht lachen, nicht denken, nicht rechnen. Tun und nicht tun. Jedenfalls: nicht gern tun.

Vergesslich wie lange nicht mehr, porös und verquollen, alles andere als defragmentiert. Rechnungen zwischen den Zähnen, Acetone im Blut, Leistung im Blick – die Fassade hält. Hielt. Rächt sich in den Gärungskanten, frisst sich in die Zehenzwischenräume, täuscht Ischias vor. Mann flehe um einen Schauer, mache einen Bogen, fliehe über Deck.

Schon mal jemand seine Speiseröhre gedehnt?

Gestern

Hurra, die Suppe scheint!

Man sollte meinen, der Stress sei vorbei und plumps ist die schlechte Laune doppelt so schwer und das Markklösschen versalzen. Es bleibt dabei, der Mensch ist eine Kugel – ich bin eine Augenbraue. Habe ein, nein sogar zwei und einen Blick weiter liegt die Welt schon wieder viel zu weit weg und der Mann an meiner Seite im falschen Bett. Es bleibt: Ein Zucken der Braue, kokett, nicht geübt.

Skandinavien ist abgehakt, es ruft das Mittelmeer für die nächsten Monate und ein Urlaub wäre auch mal wieder schön: Man möchte ein Eisblock sein, scharfkantigst klar mit unbestechlichem Teint und einem Blick nur für das Wesentliche, stattdessen unbezähmbar die Braue, die sich nicht wölben mag, lecken schon gleich gar nicht, die ihre Hacken ein ums andere Mal zusammenschlägt um den Wimpern die Schau zu stehlen.

Ein Wochenende weit die Sehnsucht, die gestern in Tüten gepackt wurde, mehr oder minder liebevoll. Der Berater zupfte auch nach dem siebten kategorisch abgewiesenen Rat unbeeindruckt geflissentlich die Ecken in die Beulen – Leidenschaft, die sich im Spa erschöpft ist nicht die meine. Lieblingsperspektive nach einer Nacht in frischbezogenen Federn: die Brauen sprechen lassen, Lider und Lippen fest geschlossen halten, mindesten ein Dreivierteljahr lang.