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Einen für eine Nacht

Du willst einen Traum, sagst du, einen mit Ecken und Kanten. Einen zum Verlieben. Zum Pferde stehlen. Einen, der die Nacht durchmacht und am nächsten Morgen Kaffee serviert. Mitohne Gluten versteht sich. Einen, der Lippen lesen und Märchenonkel verführt. Einen Tänzer. Einen für eine Nacht. Und darüberhinaus.

Ich will noch den Morgen danach, möglichst ewig, in die ihrerseits schläfrige Frühsonne blinzelnd, die Hände noch bis über beide Arme im Schlaf, ein, zwei Horizonte im Augwinkel und zwischen den Wimpern ein halleluja. Dienstfertig. Im Sonntagsstaat. Überhaupt Sonntag natürlich, der Hefezopf im Ofen, die Butter frisch gerahmt. Das Wadenbein kokett angewinkelt.

Und du seufzt von Abendstunden, weintrunken und leselampenlüstern, von versandeten Zehen und Untergängen in Strandnähe. Und nackten Schultern. Von glücklichen aber stummen Lippen, Schauern im Regen und Minzpesto an Erdbeerespresso. Die Dämmerung stets im Nacken, Mitternacht längst im Visier aber die Knie weiterhin auf Spätsommernachmittag.

Jetzt erstmal Siesta.

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und dann einfach übers Meer!

einfach übers Meer

Der Stille ein Lächeln abtrotzen. Eines dieser leisen, kaum angedeutet schon erhaschten, eines dieser im Mundwinkel versickernden.

Zwischen die Stirnfalten einen Campari Orange tröpfeln. Ohne Eis. Und die Sonnenbrille noch einen Inch tiefer ins Haar rücken.

Wimpern zählen. Nachtschichten schieben. Meine Angst vorsichtig einweichen – Gallseife, you know? – statt dir aus.

Und dann einfach übers Meer!