Gegenwart

Den Engel scheren

Der Kraft zwischen die Beine grätschen,da wo es weh tut
einen doppelten Rittberger lancieren, auch wenn es keine Punkte gibt,
keinen Applaus, und die Landung alles andere als Telemark:

Gestatten, von Gott und der Welt mein Name

Mit leeren Händen gekommen um zu bleiben
als wäre gehen eine Option bei Verlassenheit,
die auf dem Sprung über den großen Teich die Tiefe unterschätzte,
einen Wert, wie er im Buch der Bücher steht, samt Widmung:

Ich soll Sie schön grüßen, steht auf dem Cover

Ferndiagnose Kreuzstich, lacht dein Herz
und lässt die guten alten Zeiten baumeln,
den Gürtel heimlich ein Astloch tiefer gehängt und den Colt gezogen:
Es ist deine Augenbraue, die zuckt und den erstbesten Engel zum Friseur schickt:

Flügel war gestern, heute wird mit dem Teufel um die Wette getanzt!

Gegenwart

90-60-90 Punkt. Landung. Brücke

Du fällst auf, nicht nur mir,
eindrücklich gebaut, offene Arme, Substanz mit Bodenhaftung –
Anmut, fast Grazie, ich nenne es Punktlandung.

Du trägst das Haar offen,
fein gezeichnete Silhouette, wilder Scheitelzug,
Körperspannung bis in den nackten Zeh, den du kokett silbern lackiert hast.

Du lachst im Gehen und doch immer auf Augenhöhe
nie über immer mit mir. Über uns auch. Am Ende vor allem.
Du springst über Zeilen, öffnest Klammern, fließt.

Sei Fluß mir. Delta. Charly? Delta! Sei armbreit offen und über alle Wipfel geborgen.
Sei felsenfest zart bis in die Haarspitzen und bis über beide Ohren unter Wasser, weil da das Küssen salziger schmeckt.
Sei Raum und Rate, Rigips und Rahmen, Tür und Tante Emma Laden, sei mir.