Geliebte

Abflug deines Lächelns

Wein. Brot. Käse. Und ein See mit Samt zwischen den Fingern. Fingern, denen ich das Salz von den Beeren lecke. Salz, das der Käse übrig ließ auf dem Weg deine Lippen zu umgarnen, die ihm nichts in den Weg zu stellen wagten. Im Gegenteil, Oliven wurden ihm gereicht und Wein und ein Glas Sonne. Was sag ich, zwei! Zwei, die sich in den Armen lagen wie wir: Schweigend.

Schweigend auch deine Brust, die meinem Rücken Deckung gab gegen den Rest der Welt, der sich spontan nicht zu stören traute. Gegen das warme Wasser, das uns trug, bis der Himmel sich anhob, Trauer zu tragen, gar zwei, drei Tränen gebar. Tränen, die nicht zu Wein sondern Wasser wurden, eine Handbreit mindestens. Eine Hand, die zwischen uns lag, fingerbreit.

Meine Sehnsucht könne ganze Berge erhellen, sagst du, meinen Blick im Arm, während meine Finger, die da eben noch lagen, deinem Herz den Rücken kraulen. Deine Gedanken an die Leine nehmen und einmal um den Block führen. Der Block, der deine Fragen auf den Gefrierpunkt bringt. Gang go sünnele, Ego!, möchte man deinen Lippen adhoc Bekenntnisse abküssen, aber Paris hatte sturmfrei in dieser Nacht, Du pfeifst Saisonwechsel. Es bleibt: Smoke und ich weiss, wir kommen wieder, während dein Lächeln im linken Mundwinkel den Polnischen übt.

Geliebte

Ride on, my dear!

Wenn dann gestern. Und ohne dich. Der du mir Fragen zwischen die Steine wirfst, auf die ich meine nackten Zehenballen setzen will, immer ein Flussbett im Blick und das Übermorgen zwischen die Backenzähnen geklemmt. Kariös geradezu.

Du aber schmiegst dich in jede Kurve, reisst das Mantra an dich, als hättest du allein es gebraut aus Hopfen und Malz und der Wahrheit der Winterflüchtigen. Dem Wettergott ein alles andere als wasserdichtes Alibi in die unbedachterweise unverhüllte Achselhöhle flüsternd, das Semikolon missachtend, das unmissverständlich aber zu leise dir eine zweite Ebene anbieten wollte.

Alles andere als schief, dafür Klammern aufreissend, die jedes Lächeln lispeln lassen und noch vor der letzten Serpentine das Halleluja anstimmen. Das Halleuja, das eigentlich dem Gipfelkreuz gewidmet, auf halber Höhe nun ins Straucheln gerät, dankbar für jedes Basssolo, das du über die Lippen bringst. Ride on, my dear!