Gelüste

Käffchen mit Aussicht

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So sehr. Dass es. Halt soufflierend. Wenig mehr. Genug für eine Nacht.

Lipp auf, Lipp ab fördernd, der Weg die Zielgerade, Winkel meidend, Geschmack vortäuschend, dabei geht es doch einzig und allein um diesen Blick um die Ecke und an deinem Ohrläppchen vorbei. Ein geteiltes Lächeln später bist du satt und ich atme wieder.

Den Check out verpasst, das Oratorium geschwänzt, den Applaus auf Halde. Call me later or tomorrow oder einfach beim Namen und besser noch schweig. Leg Sonne nach und Koffein, Druckerschwärze und Halbzeiten, mein Knie fängt gerade erst an zu zittern und bis ich schmelze hat das Wochenende geschlossen.

Rollo? Nicht nötig, wir zahlen auf Sicht. Milch dafür gerne geschäumt und so heiß, dass der Kaffee keine kalten Füße bekommt. Bis es wehtut?

So sehr. Dass es. Halt soufflierend. Genug für eine Nachricht.

 

Gelüste

Unter dem Weg fließt das Meer bergauf

On a Lake | © Anne Seubert

Heuer gilt es, Momente in Worte zu packen, einzeln in Silbenpakete schnüren, in Absätze schichten.  Schichten, die der Freude sturmfrei geben, die meinen Körper schwemmt, wenn ich mich anschicke deinen Namen auszusprechen, deinem Körper hitzefrei gebe, mich auf den Weg in deine Gedanken begebe.

Auch: Der Stille huldigen, die entsteht, sobald der Fluß seinen Anker vor meinen Bug wirft und das Ufer und mein Name plötzlich Händchen halten, zumindest auf den ersten Blick. Dem Blick standhalten, der den Moment bis auf die Bühne begleitet, eine Erinnerung nach der anderen aus dem Ärmel schüttelnd, bis das Boot voll und der Anker licht.

Aufrichten, was Kurve; einrichten, was Welt; Wald werden und dem Fluß eine Beuge abquatschen, der Stille ein Ohr, mir einen Moment wie das Amen in der Kirche: Schlusslichtern, der Realität einen Boden bereitend, der fließt. Fließt, bis alle Erde Herbst und aller Herbst Aufbruch in ein sturmtief schmunzelndes, Zartheiten berückendes,  ins All mündendes Gewässer, ahoi!