Ohrläppchen Richtung Telefon, die Lippen zur Suppenschöpfung gespitzt wartet mein Hirn auf bunten Blätterregen diesseits des Hypothalamus. Der Himmel stürmt Wolkenfetzen hinterher, die sich auf deiner Iris spiegeln, dein Oberlid flattern und mich unsicher machen.
Du sagst, er malte mit Farben, die das Licht schluckten und dann war da auch noch der sich über die Jahrhunderte angesammelte Staub, der das letzte Leuchten dämmern machte.
Geduld, flüstert der Schatten über meiner Schulter, Geduld. Farbenmeere wirst Du erneut kreuzen, barfuß über grünfunkelndes, kieselsteiniges Warm mäandern.
Ich aber will nicht warten, ich will Gelb!
Gelüste
Bauchraum
Goht es Schneggle, goht es Schneggle, es Bergle uf, Bergle uf, ähne wieder aabe, ähne wieder aabe, uf em Buuch, uf em Buuch….
Kleiner Exkurs zum Bauch dieses Blogs.
Bauchfrei bedeutet hier mitnichten „Bauch weg!“ – Im Gegenteil.
Bauchfrei lebt es sich in diesen Zeiten ja eher mühsam und das nicht zuletzt seit Frau Stella zur Exposition des eigenen Exemplars aufrief. Bäuche sind nicht nur identitätsstiftend, sie dienen auch der Kommunikation, insbesondere der Empathie sind sie zuträglich. Sagt man. Bauchgefühl sollte man haben, am besten weibliche Intuition. Entscheidungen wollen aus dem Bauch getroffen werden, Hunger kündigt sich durch bauchinternes Magengrummeln an und wie sinnentleert sind Bikiniunter- und Bikinioberteil ohne einen rechten Bauch dazwischen?
Dein Bauch zeigt Dir ob Du zu viel oder zu wenig gegessen hast, er beheimatet Deine Schmetterlinge im Falle plötzlicher Verliebtheit ebenso wie deine Wut im Falle akuter Aggressionen. Auch Deinem Nachwuchs bietet er ein Heim und Deinem eventuellen Bauchladen einen Halt. Dem müden Kopf des Liebsten ein Kissen, deinem Bauchnabel eine Umgebung. Bauchredner nutzen ihn als stimmbildenden Klangkörper, Bauchtänzerinnen als verführerisch schunkelnden Weichkörper. Er kann grummeln, zwicken, stören und betören und trotzdem geh ich hier bauchfrei zur Sache?! Jein.
Ich verzichte nicht auf Bauchlandungen, ich komme auch nicht ohne Bauchplatscher durchs Leben, und mitunter kriech ich bäuchlings unters Bett.
Vielleicht habe ich mich einfach noch nicht für einen Bauch entschieden?
Oft sind mir die Bäuche lästig, die ich da so mit mir rumschleppe. Da wünsch ich mir dann Buddhas bauchnabelzentrierte Glückseligkeit, den Bauch um sich ausbreitend.
Bis dahin durchwühl ich das Netz nach Bauchhöhlen, Bauch um Bauch nach hinterlistigen Magengruben abtastend.
Be prepared!