Und dann tut wieder alles weh. Das Gesagte wie das Versäumte, das Rudimentäre wie das noch nicht und nie mehr Erlebte. Und der Schmerz schleicht sich zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang unter meine Bettdecke, offensiv anschmiegsam und zu allem bereit. Er schnarcht nicht, er rüttelt nicht, er benötigt nur einen mittleren Streifen Decke. Und doch ist es spürbar kälter geworden, seit sein Zeh wieder regelmäßig unter meiner Decke hervorlugt. Und doch ist aufstehen jetzt meine bevorzugte Alternative.
Dass ich manche Themen immer weniger bedienen kann, ist mir mittlerweile genehm, dass manche Gegenüber hartnäckig immer wieder auf genau diese Bereiche zurückreiten, zunehmend unerträglich. Habe ich die Reißleine für diese Momente nicht parat, zahle ich spätestens am nächsten Tag, oft schon in der Nacht danach mit geteilter Bettdecke. Dabei teile ich nicht ungern, ich schlafe nur lieber.
Nun aber hat er sich ein paar meiner bereits verstorbenen Träume zur überflüssigen Verstärkung geholt, diese miesepetrigen Looser-Typen, die blutarm und mit schlechten Zähnen wie ich selbst unaufhörlich feist mir ins nichts als schlafen wollende Gesicht lächeln, und erst ernst werden, wenn ich wimmernd jegliche Hoffnung verleugne. Manchmal bin ich ungern schwach und noch weniger gern ich selbst.
