Gedanken

Wer begräbt meine Hoffnung?

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Wo stellt das Dunkel sein Licht unter den Scheffel?
Wer nimmt den Farben ihre Kraft?
Wann sucht die Ruhe das Weite?
Wen nimmt der Schatten in den Fokus?

Wo darf das Leichte schwer werden?
Wann wagt sich einer, nicht nur zu- sondern auch aufzugeben?
Wo wagt die Stille ihren ersten Schrei?
Wen hat die Wand im Rücken?

Wann wird das Grün erwachsen?
Welche Form findet die Funktion schön?
Wie rund kann man mit Ecken & Kanten werden?
Wann fällt auf, dass nichts fehlt?

Wer wirft den ersten Stein?
Was steht drauf, wenn er auf dem Grab meiner Hoffnung zu liegen kommt?
Wann mögen die Spiele beginnen?

Wo schließt sich der Kreis?

Gegenwart

Play!

Berlin Airport / © Anne Seubert

Komm, spiel mit mir, sagt die Stadt, und zeigt mir ihre linke grüne Schulter. ‘The grass is always greener…’ jajae ich und gieße uns reichlich Oktoberlicht ein, von dem zarten morgendlichen, das noch ungetrübt. Und wo soll es hingehen, eröffnet die Stadt etwas, das ein Gespräch werden könnte. Die Stadt putzt nur scheinbar subtil ihre Flügel, in die ich mich bei unserer ersten Begegnung schon verguckt und ihr auch direkt offenbart hatte, in der leisen Hoffnung, gemeinsam abzuheben.

Heute bin ich am Zug und genieße es, sie anzusehen, während ich wie nebenbei, als wäre die Frage tatsächlich gestellt worden, laut in den Tag hineindenke: Ich glaube, ich bleibe noch ein Stündchen in dir… Und hey, wenn dir das Recht ist, werfe ich den Ball zurück ins Feld, koche uns noch einen Kaffee und drücke auf Play: Lass es uns gemütlich angehen, Schatten in die Sonne boxen, und der Zukunft schöne Augen machen!