Gedanken

Himmel und Hehler

Aber du stehst
auf deinem linken Bein
streckst die Arme waagerecht
in alle Richtungen, proklamierst
Yoga und atmest eine Runde auf Pump.

Mitunter wäre ich gern
der Baum, den du anhinmelst
die Erde, die du bepflanzt
das Wetter, dem du das Wasser abgräbst

Als ich anrufe
schickst du deinen Witz vor
verleugnest dein Herz
wie ich mein Anliegen

Gemeinsam schützen wir
ein Wetter vor
das uns fremd geworden:
Schöner wird’s nicht!

Mitunter wäre ich gern
der Himmel übe deinem Baum
die Pflanze in deiner Erde
das Wasser, das du regnen und die Sonne scheinen machst

Generika

Wenn schon nicht für immer *)

Im Sturz noch gefangen
steigt das Dunkle ans Licht
gleich, aus welcher Ferne
gleich, ob adlig oder mondän
und ganz gleich, wie tief die Nacht noch

Im Wahn geborgen
legt die Wunde den Finger ins Fleisch
gleich, aus welcher Zeit stammend
gleich, ob frisch oder gärend
und ganz gleich, wie viel der Schmerzen bergend

Bereits in der Frage geboren
lauert die Antwort auf ihr Zeichen
gleich, welcher Schule folgend
gleich, ob logisch oder emotional
und ganz gleich, ob ewig oder ephemer.

*) Dann wenigstens sofort.