Ein Zuviel an Frust in der Kniekehle vereitelt auch den anmutigsten Gang. Und dann der Schnee, der sich hell- bis mokkabraun in noch den dickwandigsten Stiefel schmuggelt und den kleinen Zeh Kneippkuren lehrt. Der den Himmel über die Wolken verbannt und auch der ungepuderten Nasenspitze Frostbeulen verleiht Der Hunger bleibt, trotz Schrippenschlacht am kalten Buffet, der Durst trotz stundenweise einverleibten Weltwissens. Ich bleibe allein trotz der Freunde im Arm, trotz der geteilten Badewanne, trotz der Krümel im Mundwinkel des gefüttert werden wollenden Straßenköters.
Stadtrand & Notizen
ça suffit!
Es nährt Hoffnungen, verwelkt die Sinne und lacht – und das mit ein und demselben Atemzug, ich weiß ja. Und ich mag nicht mehr, nicht mehr vor, nicht zurück, schon gar nicht bleiben. Nicht zeigen, nicht verstecken, nicht aufrecht und auch nicht gebückt. Keine Fragen, keine Antworten und wer braucht noch Worte? Sätze? Ich verliere das Gedächtnis mit der Haut, der Elan geht mit jedem zusätzlichen Schmerz einen Schritt zurück, lässt meinen Schatten allein und der hält dem Regen nicht stand, nicht dem kleinsten Niesel, schon gar nicht Novemberregen. Der Geschmack, einst Möglichkeit zum Genuss wird blass, blässer, die Papillen gieren nach süß-sauer-scharf aber der Magen schützt kosntant Übelkeit vor, verzeiht nicht eine Prise Curry.
Und immer folgt doch noch ein Tag auf diese Nächte, die ich nicht kennen möchte, auch wenn ich sie einzeln durchwache. Stopfen, alles was juckt, schmerzt, hungert oder sonstwie auffällt. Lügen, in jede Lache, jeden fragenden Blick, und heimlich Träume begraben, die gemeinsamen und die einzelnen, die misslungen und die ambitionierten. Möge Schnee drauf liegen bleiben, meterweise!
Bloß nicht mehr durchhalten, nicht einen Tag länger, keine Nacht mehr einsam, keine Sekunde mehr vergeuden, keine Hornhaut mehr am kleinen Zeh. Das Leben höchstens an der Angel, auf Distanz oder am liebsten aber vielleicht gar im Rückspiegel, und den entsorgt. Já chega!