Gelage

Sechs Winter und fünf Sommer

Mitunter, da wünscht er sich, dass du ihm heimlich über die Schulter schaust, wenn er seine unsichtbaren Indianerjungen zeichnet. Dass du den Kaffeefleck zum Little Big Horn machst, den er dir auf dem Küchentisch hinterlassen hat, als er morgens die Wohnung verließ. Dass du mit seinen lose über die linke Schulter geworfenen Blicken heißblütige Briefe aufsetzt, Seite für Seite füllend, ein feierabendliches Lagerfeuer initiierend.

6 Gedanken zu „Sechs Winter und fünf Sommer“

  1. mq sagt:

    Total schönes Stück.

  2. sonali sagt:

    mir fällt es schwer zu schreiben, was ich dachte, als ich das las, ohne dass es ungemein abgedroschen und naseweis klingt: dass wir alle, alle uns das wünschen und so verletzt und lebenszerscheuert sind, dass wirs, wenns eintritt, gar nicht ertragen können.

  3. kopffuessler sagt:

    @mq: Das fand und finde ich auch.
    @sonali: Zunächst herzlich willkommen! Aber warum naseweis?

  4. Hilmar sagt:

    Bin eben das erste mal vorbei gekommen. Gefaellt mir sehr.

  5. sonali sagt:

    vielleicht besser: binsenweis.

  6. Ole sagt:

    und dazu ein stück apfelkuchen mit streuseln.

    oder milchsuppe mit schuhcreme.

    hach.

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