Generika

Fidibus Neindankeschön

Nicht mehr. Die Haut nicht und auch der Mut ist aus. Das Wozu bemängelt Freunde, die Lust steht mal wieder mit dem Rücken zur Wand. Schmerz lass doch mal locker, für eine Viertelstunde wenigstens. Das Herz ist ihr in die Galle gerutscht, vor Bitterkeit butterweich, faserig gekaut. Lechze nach Visionen, fordere Genuss, mit Gebrüll, und ernte literweise Hohn. Tote tragen vielleicht keine Tangas, aber das Lamm in mir geht aufrecht, trägt Minipli und Crocotäschchen. Morgen für Morgen und noch am Wochenende und am Montag danach.

Jeder Sonnenaufgang wird mit einer Wüste berechnet, innenohrig wie augenwinklig abgerechnet. Gesteckt in einen Mehrzweck-Körper schwankt die Seele zwischen Schienbein und Schulterblatt, feiert Hüttenzauber statt Feierabend, argwöhnt der Muße und huldigt stattdessen hingebungsvoll einem Mann, der sich Stahlkorsette zwischen die Nieren gepflanzt zu haben scheint, Sonne nur auf dem großen Zehennagel duldet und Schokoladenshakes misstraut.

Lass mich dein Sahnehäubchen sein, flüstert die Ajurveda-Massage nichtsdestotrotz, flirtet den Mund voll warmem Sesamöl und ins sonnengebleichte Haar kokett einen Sonnenuntergang nebst einsamem Strand gesteckt. Eine halbe Stunde wurde ihr gegönnt, dann war alles Sturmflut und Drang und Mobilfunkgetöse. Der Bauch macht seitdem einen Appetit geltend, der auf keine Kuhaut, nichteinmal auf eine Elefantenhaut passt, nur Gier und Glitter und nicht einen Teelöffel Substanz. Reset, please!

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