Gelage

Verzeih dir!

Da wo das Meer sich in dich flüchtet, weiss ich zu landen: zielsicher am Abgrund. Am Abgrund in einen Himmel, der keine doppelten Böden verzeiht, keine Flossen, der noch Horizont, wo du schon Strand. Horizont für solche wie mich, die den Sand knirschen hören, wenn die Ohren längst geflutet. Zwischen Ebbe und Flut, badest du deinen Frühling tränenweichgespült, nutzt Langstreckenflüge zur Schmelze des letzten Schnees, da wo das Triebwerk heizt.

Da wo der Horizont sich ins Meer stürzt, wartest du deiner Düne Herr, die ansässigen Möwen mit Leibspeisen verwöhnend: Briefen an mein Ich, das dir voraus gesegelt war, den aufkommenden Wind nutzend und die gischtheischende Brandung zum Monatsende. Allzuhohen Wellengang eher meidend, verirrt sich dein Blick an Land, Spuren legend für Herz und Schenkel und das Meer, das folgen wird, sobald der Mond die Bahn frei gibt.

Zwei Hände voller Gegenwart sind schneller verzehrt als uns lieb, das Land weit, der Magengrund tief. Gnade dem, der den Hunger an Bord auf das, was lieb und teuer auch morgen noch, an Land ging, als dieses leer und das Meer weit. Dem, der es vermag, das Feld aufzumachen, den Bogen zu spannen, so dass der Pfeil trifft, das Wasser fließt und der Blick Ruhe findet.

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