Gelüste

s‘Näscht isch gfunde.

Quer durch die Republik sind wir uns einig, sie ist mir nur eineinhalb Monate voraus, aber was macht das schon bei fast 90 Jahren. Das Treppenhaus petrolfarben und im Garten ein Kastanienbaum, soweit reicht die Sehkraft. Dass auf dem Klingelschild mein und nicht ihr Name steht, bleibt für sie schon unsichtbar. Sie fühlt sich bereits wohl, ich freue mich noch darauf, barfuß den neuen Boden zu erkunden, die eigenen 4 Wände zu erstreichen, Handballen für Handballen, den Hall testen, das Licht. Ich sammle Kartonagen und bündele Staubmäuse, wo immer sie mir unter kommen – was ich nicht alles wegschmeissen möchte in diesem Moment!

Minuten später dann: Sehnen, mich, in deinen Arm in einen Park unter einen Baum auf eine Wiese inmitten von Blumen und Bäumchen nahe einem See mit einer Insel und einem Steg mit Rankepflanzen und zirpenden Grillen in der Nähe ein altes Haus mit kühlend dicken Mauern und freundlichen Menschen und das alles unter einer wärmenden, Sorgen vertreibenden, Sonne.

Generika

Eine Handvoll Idylle

Handzahmen Wonderbras die Stufen zum Wasser hinab gestiegen, das Joghurteis – lange erwartet, noch länger ersehnt – fest im Nacken. Die versprochene Kühle reichte nicht einen Höhemeter weit, der erwartete Genuß nicht einen Schleck. Ja, Joghurteis kann schlecht werden. Ja, ich spürte die Sonne, den Tag, nicht das Leben aber immerhin den Moment.
Festhalten. Weitertrippeln. Neue Eisdiele suchen. Rar machen (um Substanz zu generieren, Krallen zu entwickeln und Lichtungen aufzuspüren.) – habe die Ehre und schöne Ostern everybody, und dir, lieber Sven, ein dreifach Helau obendrauf!