Vom stürmischen Salz wollte ich euch berichten, das meiner Liebsten Eierspeise zu vergrätzen trachtete. Erfolglos, zum Glück. Von ihren Locken, die auf Fotos traurig lächeln, im Spiegel träge lungern und erst zwischen neckenden Fingerspitzen die nötige Spannkraft erlangen. Von diesem Arzt, der mich mit einem Blick gefühlte 30.000 € ärmer machte, nachdem ich ihm bis Pankow gefolgt war, obwohl er einen Schnurrbart trägt.
Allein mein Hirn mag nicht mehr Worte finden sollen, Formulierungen, lässige Anekdoten und Tändeleien zwischen grammatikalischer Not und ästhetischem Hochmut.
Und ich? Ich mag grad nicht beschreiben, mag (mich) lieber zwischen die Zeilen krümeln und Lachkleckse streuen, nur für die, die meine Hand halten, wenn ich Fäuste bereit halte.
Ja, ich bin mal wieder im Krieg, und ja, die Feldpost gibt es, Papier aber ist knapp; Frieden in Aussicht gestellt für 2011. Ich harre der Dinge.
Ich möchte ein Glückskeks sein
Ja, sagst du zu Recht, es gab schon leichtere Morgen als diesen, besseren Wein. Und ich bedecke meine Ohrmuscheln demonstrativ mit jeder Menge Staub, bereits zweifach benutzten Teebeuteln und aus Mitternachtszeiten übrig gebliebener Schwermut.
Morgen, murmele ich unter bereits wieder luftdicht verschlossenen Wimpern, morgen erwarte ich hohen Besuch. Heute aber, heute will ich einen Dreitagebart, 3 Liter Milch aus der Flasche trinken, nicht ein einziges Mal auf die Uhr schauen und ungeduscht ins Abendkleid steigen.