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Tränen sind aus. Himbeer is in!

Die Tränen sind zurück und der Schmerz. Die Platzlosigkeit. Und der Tunnelblick. Die Erwartungshaltung und auch die Kilos kommen.

Es geht mir gut. Noch nicht. Nicht ganz. Erschöpft von was eigentlich?

Hallo Dunkelblau, I kind of missed you. Not. Diese Tage, die das Bett nicht verlassen wollen. Diese Blicke, die den Senf zu Buttermilch werden lassen. Die Ruhe vor dem Raum. Du Stoff aus dem die Angsttränen sind, die Tränensäcke und auch der Mut. Hungrig weiß mein Leib den Regen zu schätzen. Diese Veranstaltungen, auf denen ich die Jungs von vorgestern wiedertreffe, unwesentlich gealtert mit den immer gleichen Argumenten. Komplimenten. Mission ohne Stellung.

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Man nehme mir den Wind aus den Worten und den Salat von den Ohren. Sehen will ich und schmecken. Es ist Zeit, das T-Shirt zu wechseln und den Hut. Den Text und den Stift. Am besten auch das Papier. Die Einleitung sowieso und dann loszulegen mit einer Stimme, die den säumigen Raureif als Rock trägt, bodenlang und mit nackten Füßen. Den Krumen nachspüren, die den Weg pflastern, der gerade gebaut wird für ein Morgen, das noch nicht schlafen gehen möchte. Das auch nicht sicher ist, ob es je aufwachen möchte. Aber falls, dann gutgelaunt und frisch gezapft der Kaffee. Heutzutage brüht ja keiner mehr.

Der Hut passt nicht, will und will nicht, dafür sitzt das Kleid geschmeidig auf der Hüfte, als wäre es dafür gemaßschneidert worden, wackelt nicht, hat Platz und kokettiert nur unterschwellig damit, die Welt als Hose betreten zu haben. Der Stiefel darunter nimmt es gelassen und trabt auf Autopilot zur nächstgelegenen Weinbar, die, die Flasche bereits im Anschlag, noch einen freien Platz am Fenster offeriert. Hier wäre sogar Platz für oben genannte Tränen, stattdessen kommt Lust und Laune auf, macht sich breit, breiter als jeder Schritt, öffnet den Raum für ein Lachen, das spontan eine Lokalrunde schmeisst. Vienna Calling? Ich antworte mit dem Leben seit jeher per Du.

Der Sonnenaufgang trägt  zwar immer noch Kitsch, trägt aber stolz auch das ein oder andere Himbeertörtchen (Nein, bitte kein Punschkrapferl!) zum ersten Päuschen des Tages. Es wird ein von den großen, an die wir uns nicht nur wegen des Törtchens erinnern.

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Einen für eine Nacht

Du willst einen Traum, sagst du, einen mit Ecken und Kanten. Einen zum Verlieben. Zum Pferde stehlen. Einen, der die Nacht durchmacht und am nächsten Morgen Kaffee serviert. Mitohne Gluten versteht sich. Einen, der Lippen lesen und Märchenonkel verführt. Einen Tänzer. Einen für eine Nacht. Und darüberhinaus.

Ich will noch den Morgen danach, möglichst ewig, in die ihrerseits schläfrige Frühsonne blinzelnd, die Hände noch bis über beide Arme im Schlaf, ein, zwei Horizonte im Augwinkel und zwischen den Wimpern ein halleluja. Dienstfertig. Im Sonntagsstaat. Überhaupt Sonntag natürlich, der Hefezopf im Ofen, die Butter frisch gerahmt. Das Wadenbein kokett angewinkelt.

Und du seufzt von Abendstunden, weintrunken und leselampenlüstern, von versandeten Zehen und Untergängen in Strandnähe. Und nackten Schultern. Von glücklichen aber stummen Lippen, Schauern im Regen und Minzpesto an Erdbeerespresso. Die Dämmerung stets im Nacken, Mitternacht längst im Visier aber die Knie weiterhin auf Spätsommernachmittag.

Jetzt erstmal Siesta.