Generika

Kernschmeichler, konvex

Deine Fragen sind mir Antwort genug. Ich weine seltener und wenn, dann nackten Zehs. Nachts. Nadelhölzern. Discokugelumrankt. Lachstrunken vor Häppchen und selten nur mehr Wange für Wange. Ich male stattdessen mir ein Bild nach dem anderen und dir die Welt in Worthülsen, schussdicht verpackt. Will Western morgens um vier und nein, es sind nicht die Hormone, die mich zittern lassen.

Das Holz knapp, raspelst du Süsskartoffeln, schälst Pecannüsse und tanzt dir den Mohn zwischen die Ballen. Auf dem Vorderfuß balancierend, dem Mohn Löffel für Löffel das Öl abtrotzend, formulierst du die nächste Antwort, die mich scheinheilig nach meinem zweiten Vornamen fragt. Ich schicke Holm vor, Maria und auch die heilige Katharina aber du lächelst nur kernumschmeichelnd und knackst die nächste Nuss spielerisch zwischen zwei Zehennägeln.

Du lachst, die Sonne zwischen den nackten Schenkeln heiser bis zum Flirt und weisst mich mit Satellitenschüsselwimpern regelmäßig um den Verstand zu blinzeln, wenn ich vor dem ersten Kaffee noch schlaftrunken jedem Ampelrot vertraue, wie ein blindes Schaf. Auch ich war tanzen, Traum an Traum, den Horizont als Wasserwaage und nur dich im Visier, das heruntergeklappt mindestens bis zur ersten Pause. Z’Nüni nennen sie die daheim, Knoppers hin oder her.

Generika

Immer eine Handbreit Spree unter der Ferse

Handbreit Himmel

Er weiß, dass du weißt, was ich weiß, und jenseits der S-Bahnhaltestelle tut sich mit einem Blick ein Pizzaofen auf, schwer und heiß und voll von dem Duft warmen Hefeteigs und ich lächele beim Gedanken an dein Kaffeesehngesicht morgens wenn der Wecker noch nicht zu klingeln wagt und die Sonne submissiv hinter den Wolkenbergen lungert.

Hinter den Wolken hügeln sich aber auch Fernwehmutwillige an und auf, deinem Lächeln eine Silhouette abzuluchsen, die dir steht. Die ihnen Mut macht und Beine und das Weh knietief im Sandstrand landen lässt, einen Gin Tonic gurkenumseufzt in der nackten Hand. Doch du schweigst. Hältst den Bauch hüftbreit gen Mekka und gibst der ratternden Straßenbahn nur widerwillig einen Mocken Realität frei, welchen sie sofort mit Alltag zu füllen weiß.

Alltag, der dem Schornstein das Wasser reicht, horizonterweichend. Letzterer atmet schwer, samten, wähnt sich im Wochenende, stündlich tiefer sinkend, das Ufer köpfend. Lacht hinterrücks, so zärtlich, dass der Alltag Gänsehaut zwischen seinen Schulterblättern wähnt, einem Flokati gleich, in dem man barfüßelnd sinken möchte, wadentief mindestens. Ich mag deine Bilder, sagte ich das schon?