Generika

Immer eine Handbreit Spree unter der Ferse

Handbreit Himmel

Er weiß, dass du weißt, was ich weiß, und jenseits der S-Bahnhaltestelle tut sich mit einem Blick ein Pizzaofen auf, schwer und heiß und voll von dem Duft warmen Hefeteigs und ich lächele beim Gedanken an dein Kaffeesehngesicht morgens wenn der Wecker noch nicht zu klingeln wagt und die Sonne submissiv hinter den Wolkenbergen lungert.

Hinter den Wolken hügeln sich aber auch Fernwehmutwillige an und auf, deinem Lächeln eine Silhouette abzuluchsen, die dir steht. Die ihnen Mut macht und Beine und das Weh knietief im Sandstrand landen lässt, einen Gin Tonic gurkenumseufzt in der nackten Hand. Doch du schweigst. Hältst den Bauch hüftbreit gen Mekka und gibst der ratternden Straßenbahn nur widerwillig einen Mocken Realität frei, welchen sie sofort mit Alltag zu füllen weiß.

Alltag, der dem Schornstein das Wasser reicht, horizonterweichend. Letzterer atmet schwer, samten, wähnt sich im Wochenende, stündlich tiefer sinkend, das Ufer köpfend. Lacht hinterrücks, so zärtlich, dass der Alltag Gänsehaut zwischen seinen Schulterblättern wähnt, einem Flokati gleich, in dem man barfüßelnd sinken möchte, wadentief mindestens. Ich mag deine Bilder, sagte ich das schon?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.