Generika

Setzen, Sex!

Knirschenden Herzens die Heimat aus dem Unterbauch vertrieben, aus Nase und Ohren gestrichen, die Kindheit Feiertag für Feiertag in Quarantäne gesetzt und sich dem nächsten Jahrzehnt an den Hals geworfen. There is no day like Monday, wenn du dein Leben ändern möchtest und, wer möchte das nicht?

Mit wohl-lüsternder Anteilnahme Termine versaut, 7-Tage-Wochen-weise, süffisant lächelnd To-do-lists – eigene und die des Chefs – den lodernden Flammen des Feger-Feuers zum Fraß vorgeworfen, das Telefonklingeln kurzerhand als unerträglich aufdringlich kategorisiert und mit Blicken zum Schweigen gebracht, Deadlines ihrer haarsträubenden Herzen beraubt und zwei Tage lang stur Artischocken frisiert. Der Trend geht zum Zweit-Tag, zur Dritt-Nacht, zum Pyjamajäckchen mit fliederfarbener Halskrause.

So geht das nicht. Ich möchte (k)ein Inmich sein: Man entschuldige sich ein weiteres Mal zu viel und gewinne an Verachtung. Jedem das Seine? Zu viele Fragezeichen, zu viele Vielleichts, mögen sie noch so entschieden sein: Erst auf der vierten Bank wartet der Fehdehandschuh, das Tête-à-tête, die Yogaklasse – wohl dem, dem die Schuhe passen, dem die Oberschenkel gestählt, dem die Blickrichtung vorgegeben.

Generika

Njet

Nicht schlafen wollen, nicht Zähne putzen, schon gar nicht: gerade sitzen. Mich nicht beherrschen, nicht antreiben. Nicht auffallen (, auch nicht hin). Nicht lachen, nicht denken, nicht rechnen. Tun und nicht tun. Jedenfalls: nicht gern tun.

Vergesslich wie lange nicht mehr, porös und verquollen, alles andere als defragmentiert. Rechnungen zwischen den Zähnen, Acetone im Blut, Leistung im Blick – die Fassade hält. Hielt. Rächt sich in den Gärungskanten, frisst sich in die Zehenzwischenräume, täuscht Ischias vor. Mann flehe um einen Schauer, mache einen Bogen, fliehe über Deck.

Schon mal jemand seine Speiseröhre gedehnt?