Sauerkraut sein täglich Brot und
die Knarre locker an der Hüfte
Haare, nicht mehr als nötig
Er trägt weit mehr an Hoffnung
Helden heißen anders
er aber lehrte seine Töchter den Klang der Steine
lange vor dem ersten Wort
Ich kenne ihn flüchtig
Sauerkraut sein täglich Brot und
die Knarre locker an der Hüfte
Haare, nicht mehr als nötig
Er trägt weit mehr an Hoffnung
Helden heißen anders
er aber lehrte seine Töchter den Klang der Steine
lange vor dem ersten Wort
Ich kenne ihn flüchtig
Er schlägt die Augen auch dann zu, wenn keiner es hört. Mehr hören mag. Auf seinen Reisen gen Osten waren es oft diese Augen, die nicht, oder nur ungern, mit wollten. Stattdessen wurden Wimpernleiden vorgeschoben, oder allzu minderwertiges Lichtwerk beklagt. Und dann wurde ersteinmal ausgiebig genächtigt.
Dieser Tage, in denen wir alle von sonnenindizierten, schweißgebadeten Farbreflexen träumen, sehnt er sich nach Farbverlust, dem möglichst absoluten. Das Grün ist ihm fremd geworden, dieses ewig auf Gesundheit drängende, keimfrei wuchernde. Auch das Gelb, ob nun eher orangefarben oder grünlich-giftig auftretende, stört ihn zunehmend. Er hasst rot.
Er weint viel in diesen Tagen, wenn auch meist tränenlos und ausschließlich geschlossenen Lids. Mindestens einmal täglich konsultiert er den chronisch gähnend leeren Briefkasten, zwei Treppenabsätze tiefer und entsorgt den sich regelmäßig ansammelnden Staub aus den Zimmerecken nahe der Heizkörper. Freut sich an Schnee und Kälte, vom Fenster aus beobachtet.