Gelüste

Verwaschene Landstraßen

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leere wie fülle streichst du mir mit kreisenden bewegungen in den verspannten nacken. ein tag wie ein aperitiv, seufzend, schließe ich die augen, dein fragen abwehrend, weil es doch so offensichtlich ist:

lächeln, bar auf die hand, eiscreme on top.
sonnenwärme auf nacktem knie über stunden hinweg.
segeln auf einem meer aus blicken, durch stadt und über stein.
lust auf meer und abend und salz und wein. auf wind und frankreich, einen citroën und ewige landstraßen.

und du fragst: die bar hat noch geschlossen, aber dunkelgrün passt, oder?

Gemäuer

setz dich

zwischen allen stühlen ein plätzchen für deinen mut finden. stauraum für dein stirnrunzeln, dunkelkammern für dieses leise lispeln, das du nur unter lampenfieber hervorbringst.

setz dich.

ein ende finden, das ein anfang sein kann. ohne warteschleife, ohne lehrgeld zahlen zu müssen. auf ex dir das halbleere glas widmen, in dem wissen, dass du aus jeder leere eine windrose zauberst.

nimm den nächsten erst.

abschlag zahlen für das was keiner kommen sah und dich erröten ließ. aus dem stand heraus ein spielbein wählen und die trumpfkarte abschied spielen. abpfeifen und die ersatzbank drücken bis schweiss zu blut und blut zu brüdern macht, was eben noch fremde.

sag zum abschied leis’ adieu.

den brief zu zitieren zählt nicht, ohne die fußnoten zu nennen. das rad neu zu erfinden lohnt nicht, so lange du zu fuß gehst. das gleis zu wechseln traue ich mich nur, sofern du mir den schlafwagen buchst und den schlafwagenschaffner mit serviettenringen in schach hälst, während ich mühle spiele und du gewinnst.

einsteigen, bitte!