Gelüste

Zwischen Wunsch und Zärtlichkeit

Vogesen

Einen Fluß namens Wiese parken, gleich da wo der Weg beginnt und du den Fuß sinken lassen möchtest in Wonne und Wohin und einen Berg Landschaft an deine Hüfte schmiegen, einen Hügel anfüttern, Heublumen säen, muldenweise, den Himmel um Käsebrote bittend und den Abend um Geduld. Viel Geduld und eine Schippe Anmut.

Einen wie dich hochnehmen, durch die Schlucht hindurch und dann steil am Seil, da wo der Gletscher kalbt und einen Horizont weiter noch, der Wand den Rücken schmiegen, da wo die so lang gehen, die eher tief stapeln und die ich immer schon mal anbaggern wollte: Seen, immer eine Nuance heller als geplant, immer eine halbe Oktave tiefer, eine Uferlänge Abstand.

Das Wetter um den Finger wickeln und die Luft in Wellen abführen, Wolken genüsslich abwatschen und den Bogen so weit spannen, dass alles reinfällt, was Flügel und alles draufpasst, was zu Fuß unterwegs, oneway versteht sich, wir sehen uns da wo unten oben, meine Arme noch eine Runde offen und der Weg noch ein Stück Käse auf der Lauer liegen hat!

Gelage

Naherholungsgebieter

Manchmal ist mir als wär dir die Hutschnur über den Tellerrand, der Drive aus dem Handschuhfach, die Welle vor den Bug gehopst.

Manchmal ist dir als wär mir das Bauchgefühl in den Kopf gestiegen, der Schaum über die Lippen und die Rage ins Dekolleté.

Manchmal wünsch ich mir dich näher als dir lieb ist, leibhaftig aufs Silbertablett, im Gegenlicht ans Fensterbrett, verschneukt ums Schulterblatt.

Manchmal wünsch ich dir das Meer an die Hacken, den Strand unters Kissen, deine Augenbrauen Bogen schlagend von wildwildwest bis südöstlich der Herzgegend, Rippenfelltrommel stiuchierend.

Manchmal mach ich mir Frühstück zu zweit, schick dir eine pfandlose Flaschenpost, deine Flieger aufs Abstellgleis lotsend, den Bahnhof mir mitten ins Mark.

Lass krachen, August, aber subito!