Gelüste

Brum

Frostbeulen unter den Nägeln, Eisblumen darauf. Die Nagelhaut ein kalbloser Gletscher, gespaltet, zerfurchtet. So tief kann die Tasche gar nicht sein, dass sie das Blut der zur Faust geballten auffangen könnte, so dicht nicht das Fell, das das Toupet im Dekolleté bildet.

Jeder Schritt ist einer im Kreis und kostet eine Zehe. Coupiert ist der Fuß nur halb so groß, die Kälte lässt den Wundrand brennen. Die entstehenden Ornamente künden von einer Reise mit ungewissem Ziel und verhaltenem Strandrepertoire, die Handlinie orakelt nordwestliche Richtung.

Ein Kurztrip ins Amsterdam Englands, dem spröden Charme ein paar Stunden erliegen, dem vielstimmigen Brummen einen Magen entgegensetzen, lauschend Backsteine zählen und fluchen lernen. Einmal umarmen und zurück, währenddessen ausschweifend Pantoffeln lüften.

2 Gedanken zu „Brum“

  1. Ole sagt:

    Murb. Mürbe. Bitter. Kalt. Aber. Schön.

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