Geliebte

Treppen absetzen

Beim abendlichen Blick über den Hof ein Lächeln abgestaubt, ein braungebranntes, das über die Tagesschau hinaus wirkte, mitten in den Spätfilm funkte und gar das Testbild noch zum Wanken brachte. Beim Ruderfinale mitgefiebert, Oberarm für Oberarm das Wochenende nähergerückt, den gischtigen Nachhall zwischen den Zehen bunkernd.

Die zahnbespangte Nacht unters Kopfkissen gepackt, kreuzt er die Schulterblätter – en garde, packt die Goldfeder aus und malt sich einen lüsternen Narziss in die Ellbeuge, spiegelverkehrt versteht sich. Zwischen frischgetuschten Wimpern offenbart sich ihr stillgelegtes Zehenrad außerhalb des Plumeaus, einladend nackt. Die Waden zur Vernunft gerufen, ordnet er seine Schenkel streng parallel zu ihrer Kniescheibe: Jeder ist ein Körper. Seiner hungert.

Irgendwann dann: Flucht ins Treppenhaus. Zum Z’Vieri ein Glas frisch gepresste Zitrone auf der dritten Stufe, den Rücken an die kühlende Wand, der Blick treppab, erwartungslos auf den nächsten Gipfelstürmer gerichtet. Sämtliche Träume noch vor dem letzten fruchtfleischreichen Schluck auf die nächste Kante geschubst – bis zur Kehrwoche in Sicherheit – und dann Anlauf genommen für die nächste REM-Phase an ihrer Seite.

3 Gedanken zu „Treppen absetzen“

  1. schneck08 sagt:

    testbilder gibts nicht mehr, sind alle.

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