Gestern

Ein Schlückchen Weiblichkeit

Manchmal ist es nötig, nach draußen zu schau’n. Auch wenn da keine Sonne scheint, ist es immer noch heller als drinnen. Drinnen, da wo das Blut die Kapillaren in regelmäßigen Abständen flutet. Dieses Blut, das da mal mehr, mal weniger rot in meinen Adern flirrt, hat ganz schön Federn gelassen im letzten Jahr. Erst bröckelten die Stahlkappen, rosteten die Muttern, dann machten sich die Cobalamine rar.

Und dann bitte die rosa Brille aufsetzen, schließlich will man nicht langweilen und auch eine leidlich geputzte Fensterscheibe hält ein Spiegelbild parat. Mitunter kleidet gar ein Grünschleier. Gesprächsthemen à la Cholesterinwerte, Lieblingsorthopäde oder gar verlängerbare Lebenserwartung sind erst jenseits der 40 gesellschaftsfähig.

Am Fenster passiert es sogar, dass die eigene Weiblichkeit mal wieder vorbeischaut, als zitternde Reflektion eines umwegemachenden Straßendampfers, da wo die Straßenlaterne zögerte. Dann ist atmen angesagt. Einmal tief, zweimal flach, schlucken und ja nicht fotografieren auch wenn das Glas beschlagen sollte. Prösterchen!

3 Gedanken zu „Ein Schlückchen Weiblichkeit“

  1. amadea sagt:

    Prost und schönes wochenende. fein geschrieben 🙂

  2. peddi sagt:

    Zum Wohle, dann aber raus an diesem sonnigen Wochenende, vielleicht auch eine Träne Männlichkeit nippen, den Gesprächsthemen die Grenzen aufzeigen 😉

  3. kopffuessler sagt:

    mit euch zwei beiden würde ich gerade liebend gerne anstoßen!

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