Gestik

Das Wasser war gar nicht mal so tief

Und das Blau fehlte. Und das Knie schmerzte. Und der Rachen war salbeiumspült. Trotzdem oder gerade deswegen leuchtete die bedeutungsträchtige Muße des Gartens Neuhardenberg tief. Verlangsamte den Lidschlag, beehrfurchte die auf der kurvigen Fahrt übriggebliebenen Gedanken. Ließ den Hunger nichtig und den Frust blass werden. Contenance war gefragt.

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Das Paar, das eben noch im Auto gesessen, war plötzlich 3 Schritte voraus. Sie hinkend, er bemüht casual. Die Wasserflasche war wie so oft im Waagen geblieben, die Kehle kannte hier beim besten Willen keine Rücksicht. Im Gegenteil: Es ließ sich nicht mehr schlucken. Dabei war man nach Durchschreiten der Toreinfahrt um Jahre gealtert, da hilft auch die weitwinklige Kamera vor der gerunzelten Stirn nicht weiter. Der Himmel immerhin blieb verlässlich grau.

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Ob all der offensiven Mathematik noch in der unscheinbarsten Fensterkante von einem Wall an Unvernunft und Kurvenlust erschüttert. Der Herzschlag vom Bauchnabel übernommen fühlt sich das Brustbein adhoc leer und allein, nichts als den Druck sehnsüchtig schlingende Arme herbeisehnend. Ich aber möchte ein hölzernes Haus, ein Dach nur für mich, von einem Garten umgeben der im kaspischen Meer anfängt. Nicht endet. Und ein breites Fensterbrett.

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