Gegenwart

Im Exil des Wortes

Gesungene Landschaft füllt das Rätsel unseres Gesichtskreises, Horizont mit Vornamen. Sinnsuche am Strand, ein lebenswürzendes Unterfangen, antizyklisch in konzentrischem Zirkeltraining: quasi unendlich dehnbares Richtungs-Bingo, nicht wirklich quantifizierbar.

Das sich im Herzen langsam Manifestierende bleibt standhaft unsichtbar auch bei Sonnenuntergang, der ja eigentlich ein Weltaufgang, aber wer nimmt es schon so genau? Du, der du die Tiefe des Erfahrbaren im Exil des Wortes auslotest ohne je Heimat zu finden, nur immer wieder Gott, im Unwiederholbaren ihren Willen spürbar zum Ausdruck bringend.

Im Anflug der abendlichen Cumulus-Flanke pflückt dir der Wind Minuten später nur deine Vergangenheit aus dem Gedächtnis, verlässlich die Zukünftige dreigestaltig mindestens als Seefahrerbraut to be promotend: Wieviele Wanns gönnst du dir heute? Wieviele Wenns bleiben auf der Strecke?

‘Das geglückte Wort ist ein Pfeil der lebendig macht’, flüsterst du die Lippen von einer Mandel-Granita benetzt, ‘wie ertrunken auch immer du gewesen sein magst.’ Gefolgt von drei Sätzen stabile Seitenlage sei ein Horizont mir sicher.

Ich ahne dein Recht auf Vermählung mit Wasser, Sonne und Wind, Ringtausch und Verständigung jenseits gesprochener Worte inklusive, und lausche #eyeswideshut was da kommen möge.

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Schreiben wollte ich, aber a la Siziliana Morgenröte voran, habe ich die Zärtlichkeit des Feierabends schon auf der Zunge, noch ehe der erste Buchstabe die Zeile touchiert: Der Anfang vom Ende ist das Schweigen dessen, der sich Gott nennt und auswärts isst, lerne ich en passant. Die im Halbschatten noch betont werdende moralische Autorität der Landschaft tut ihr übriges, mir Orte zu diktieren, die Quelle & Botschafter zugleich: Gone Fishing! Der Baum am Ende der Kurve schließlich lehrt mich, schrundige Rinde voran, meine ureigene Berührbarkeit als Indikator meiner Schriftgläubigkeit zu interpretieren: #wecallitbraille.

Zwischen sandigen Zeilen deuten Zweifel sich an, als wir uns ins Meer stürzen, wortlos den Strand zwischen uns tragend: Immer ein Fleckchen Boden unter den gekreuzten Rippen als Gegengewicht zur nächsten Welle. Worte sind da nicht nur überflüssig, auch still, der Zauber trägt saisonübergreifend wie stilsicher Bikini con Gelato.

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