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Der Fisch am Ende der Strasse

Nonnenmattweiher, Schwarzwald | © Anne Seubert

Straßen können einen nur an bekannte Plätze bringen, Worte weit darüber hinaus, sagst du, und schließt die Augen, Blicke aber können töten und deine Augen, die erwecken die Toten wieder zum Leben. Diese Augen, die eben noch zärtlichste Zeugen meines linken Schulterblattes, wie es sich unter der Sonne rötete. Rötete und damit alle Haut in Wallung brachte, in Hab-Acht-Stellung, unter Strom.

Strom, der fließt, wenn alle Wolken trächtig dümpeln, wenn alle Himmel heilig, wenn alles Worte ad acta, dann fließt, was da barfuß dich zum Schauern bringt, egal was der Regenradar kündet. Kündet und kaut, wieder und wieder berechnet, was da Wolke, was Sturm und was ein Landunter, das dich Schutz suchen lässt. Schutz, der einzig dir geboten, da wo du nackt dich stellst, die Augen geschlossen.

Schluss ist immer am Ende der Strasse, da wo das Haus am See steht und der Fluchtpunkt Schmiere für eine Perspektive über alle Wendekreise hinaus auf den See, den du siehst, auch mit geschlossenen Augen. Dann erst recht, wirfst du ein, zu Recht und das Ruder bereits über der Schulter, das Boot am Haken und den Fisch in der Pfanne. Heute ist Freitag!

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