Gemäuer

Zeichne mir ein Hier im Jetzt

Zeichne mir ein Hier | © Anne Seubert

Wir machen durch, sagt dein Blick.
Wir lassen offen, zeigen deine Arme
Wir legen auf, spüren deine Hände.

Bevor es später wieder keiner war, raunt dein Daumennagel mir seine Initialien in den Schoß, blaubeern und sanft, dabei den dreifachem Konsonant auf der Nagelhaut balancierend.

Wir fahren fort, ergänzt dein Atem.
Wir lesen vor, flüstern deine Wimpern.
Wir kommen später, murmeln deine Knie.

Nie wurde auch selten zelebriert, machen deine Lippen mir den Hof, der Laden und Luke zugleich, Zittern und Zeugenstand, bis das Jetzt dem Nie die Zungenspitze reicht und Schauern auf ewig erntet.

Wir riechen Lunte, radebrecht dein Rücken.
Wir nehmen nach, seufzen deine Schenkel.
Wir bleiben außen vor, ahnen deine Ellbogen.

Gegen die Wand, weiss dein Willen die Leere zu delegieren, die uns vor Mitternacht besucht, als der Zeiger heimlich über Los fuhr und die Minuten plötzlich nacheinander aus dem Rahmen fallen.

Zeichne mir ein Hier.

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