Gerda

day by day

An der Ringfingerspitzenkuppel einen Tunnel gegraben, tief, und doch nicht tief genug. Nicht tief genug, dass der Wind hindurchführe, der warme des heurigen Sommers, der oft genug regennass labende. Nicht tief genug, nicht einmal porentief und doch Narben tretend und das an einem Donnerstag. Den Freitag mit Fragen verbracht, den Samstag mit Nachtreten.

Sonntags dann genüsslich die Wanne geschrubbt und dabei den entstandenen, mittlerweile juckenden Schorf, abgekratzt. Die braunen Sprenkel auf dem blitzweißen Wannenboden in Szene gesetzt und mit der Lieblingskamera fotografiert. Den noch schlafenden Mitbewohner rechtzeitig bemerkt und mit der Frage nach den preferierten Brötchen erfolgreich abgelenkt.

Am Tisch dann um die Wette Croissants gekrümelt und dem Nutella vermissenden Gaumen Erdbeermarmelade untergeschoben. Am Kaffee erfreut und Punkt für Punkt die nächste Woche auf die To-do-List befördert. Die keifende Sehne an die Hantel genommen und ihr und den immer noch bloßen Füßen gezeigt wo der Hammer hängt. Hängen sollte. Hing. Endlich Schmerz.

Gestern

Unter sprechenden Umständen

Am Raster ausgerichtet, einmal mehr, Zähne samt Zwischenräume in Perlweiß getunkt, Wasser statt Wein bestellt. Die Runzeln von Hand nachgezogen, den Ehering im entscheidenden Moment aus der Tasche gezogen und das Parkett zerkratzt – wollüstig. Den Rasenmäher stehen lassen und das Kettcar nach Hause genommen, dabei dank Fahrtwind dem Haupthaar doch noch zur Frisur verholfen.

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Vor Schreien kein Land mehr gesehen, Regen mit Wundwasser vertauscht und die Zehennägel schwimmen gelehrt. Trockenpusten lassen um am nächsten Morgen die seeleneigene Einparklotsin mit Fischbrötchen zum Schichtbeginn zu bewegen. Den eigenen Hunger in die Achselhöhle gepackt.

Du hast sechs wunderschöne Augen.