Die mäandernde Leichtigkeit, die meinem Rückgrat Gänsehaut verursachte, klebt am Niewieder, in unsichtbare Ferne gerückt. Schnee ist gefallen und der Aperol geleert von Gästen, die zu früh gingen. Es bleiben leere Fächer im Eisschrank und ungefüllte Blumenvasen. Der Fahrstuhl ist ohne Gesang. Herbst. November gar. Zeit zu träumen.
Unter meinem Baum im imaginierten Kiesbett liegend, das noch sonnenwarm Abdrücke auf meine nackten Schenkel prägt, will mir nicht in den Kopf, wie ich dich hatte gehen lassen können. Nun weile ich hier unter meiner theatralischen Weide, mein Gesicht seitlich dicht an den Boden geschmiegt, mir einbildend, deine Fingerkuppen auf meiner Haut zu spüren, während es einzig und allein kleinere Kiesel sind, angenehm warm und wohl gerundet.
Du hingegen sitzt in deine Aufzeichnungen vertieft mindestens einen Steinwurf entfernt an den Stamm der von dir so geliebten Sommerlinde gelehnt, dein Gesicht verschattet, kaum erkennbar weil abgewandt. Selbst im Traum. Und doch, ich schmecke deinen Geruch, der jedem einzelnen Kiesel anhaftet, den ich mir mit von Wehmut durchtränktem Genuss auf der Zunge zergehen lasse.
